
Das Erdbeben im Golf-Zirkus geht in die nächste Runde, und mittendrin: Rory McIlroy. Was sich seit Monaten andeutete, ist jetzt bittere Realität für LIV Golf: Der saudische Public Investment Fund (PIF) zieht seinen Geldhahn zu. Das ist nicht nur ein Schock für die teuer eingekauften Stars, sondern auch ein echtes Statement für die Zukunft des Profigolfs.
Rory McIlroy, das Sprachrohr der PGA Tour, machte am 12. Mai 2026 keinen Hehl aus seiner Erleichterung. "Ich bin froh, mich geirrt zu haben", sagte er und spielte damit auf seine frühere Hoffnung auf einen Deal zwischen PGA Tour und PIF an. Die LIV Golf League stehe jetzt in einem "prekären Zustand", so McIlroy. Gerüchte über den PIF-Rückzug sickerten schon im März durch; sogar sein Caddie-Kollege Ricky McCormick, der für LIVs Tom McKibbin auf der Tasche ist, hatte Wind davon bekommen.
Was steckt hinter dem PIF-Exit?
Der PIF war seit Juni 2022 der Hauptfinanzierer von LIV Golf und hat über $5 Milliarden reingepumpt. Doch am 30. April 2026 kam die offizielle Ansage: Schluss mit der Finanzspritze über die aktuelle Saison hinaus. Der PIF sieht das Investment nicht mehr im Einklang mit seiner Strategie und will sich auf nationale saudische Programme konzentrieren. Sogar Yasir Al-Rumayyan ist als LIV-Vorsitzender zurückgetreten, weitere PIF-Offiziere haben das Board verlassen. McIlroy brachte es auf den Punkt: Finanzierungen, die an geopolitische Spannungen geknüpft sind, sind "tricky". Wenn es überhaupt einen LIV-Kalender für 2027 geben sollte, wird der "drastisch anders aussehen", spekuliert er.
LIVs Zukunft und Rahms Zuversicht
LIV-CEO Scott O'Neil ist da optimistischer und betonte letzte Woche, man finalisiere einen Businessplan, um neue Investoren anzuziehen. Der Fokus liege auf dem Team-basierten Wert. Während McIlroy die unbestätigten Sponsorenzusagen skeptisch sieht, hält Jon Rahm weiterhin die Fahne hoch. Rahm, einer der LIV-Kapitäne, äußerte sein Vertrauen in die Führung, die Finanzierungsunsicherheit "in den Griff zu bekommen". Diese Zuversicht steht im krassen Gegensatz zu Rorys Pessimismus, zeigt aber, dass die LIV-Stars trotz allem an Bord bleiben.


