
LIV Golf hatte nur die Hälfte einer guten Idee – und hat sie komplett vergeigt: Diese knallharte Abrechnung von Rory McIlroy hallt jetzt besonders laut wider, während die Liga mit dem Rücken zur Wand steht. Mitten im Insolvenzverfahren kritisiert der Nordire, die Milliarden des saudischen Staatsfonds PIF seien falsch eingesetzt worden, statt das Ökosystem Golf nachhaltig zu stärken.
Für McIlroy ist klar, dass LIV sein Finanzpolster vor allem dazu nutzte, etablierte Stars wie Jon Rahm und Bryson DeChambeau mit Antrittsgeldern und astronomischen Summen zu locken. Anstatt diese unfassbaren $5 Milliarden–$7 Milliarden in echte Partnerschaften mit PGA und DP World Tour zu investieren, schuf man Gräben. Diese Analyse teilte er kürzlich am 13. Oktober auf dem Bloomberg New Economy Forum in Neu-Delhi. Er und Tiger Woods hatten LIV auch deshalb abgelehnt, weil sie eine Zersplitterung des Profi-Golfs befürchteten.
Der Absturz: LIV Golf im Gerichtssaal
Die düstere Realität für LIV Golf: Am 8. September 2026 meldete die Liga Chapter 11 Insolvenz an. Das befeuert die Diskussionen um McIlroys Kritik zusätzlich. Mit angeblichen Aktiva von $100 Millionen–$500 Millionen und Verbindlichkeiten von $500 Millionen–$1 Milliarde steht LIV am Abgrund. Hinzu kommt, dass der PIF die finanzielle Unterstützung über die Saison 2026 hinaus eingestellt hat. Nun soll bis Ende Oktober 2026 entschieden werden, ob die Liga komplett abgewickelt wird oder ein "LIV 2.0"-Neustart versucht wird.
Die Nachbeben: Versöhnung in Sicht?
Die "Golf Wars" sind für McIlroy damit quasi beendet. Er signalisiert eine erstaunlich versöhnliche Haltung und würde die abtrünnigen LIV-Spieler auf den traditionellen Touren willkommen heißen. Auch Justin Rose positioniert sich klar: Das traditionelle Golf sollte bereit sein, ehemalige LIV-Spieler wieder aufzunehmen. Eine klare Botschaft, die zeigt, wie sehr sich die Stimmung gedreht hat, nachdem das LIV-Finanzmodell ohne PIF-Milliarden ins Wanken geraten ist.


