
Eugenio Chacarra hat in Indien nicht nur den Sieg geholt, er hat auch ein dickes Ausrufezeichen in Richtung Ryder Cup 2027 gesetzt. Mit seinem dritten DP World Tour Titel in 2026 – nach dem KLM Open und der Italian Open – zeigt der Spanier eindrucksvoll, dass er richtig stark am Start ist und Europas Top-Golfern die Stirn bieten kann.
Bei der wetterbedingt turbulenten DP World India Championship auf dem New Delhi Golf Club holte sich Chacarra am Sonntag den Triumph. Er spielte sich nach 25 Löchern – darunter eine bogeyfreie 63er-Runde in Runde drei und eine 70 im Finale – souverän zwei Schläge vor Daniel Hillier aus Neuseeland ins Ziel. Mit diesem Erfolg übernimmt er die Führung im Race to Dubai, vorbei an Patrick Reed, und das mit den Saison-Playoffs im Nahen Osten vor der Tür.
Ryder Cup im Visier
Chacarras Performance ist kein Zufall, sondern eine klare Ansage. Er ließ in Indien echte Schwergewichte wie Rory McIlroy, Tommy Fleetwood, Shane Lowry und Robert MacIntyre hinter sich. Captain Luke Donald scheint ihn ohnehin schon auf dem Zettel zu haben: Vor zwei Monaten lud er Chacarra und seinen Landsmann Ángel Ayora zum Besuch des 2027er Ryder Cup Austragungsortes in County Limerick ein. Chacarra selbst will sich einen der sechs automatischen Qualifikationsplätze sichern und nicht auf einen Captain's Pick warten müssen.
Comeback mit Ansage
Chacarra, der 2022 zu LIV Golf wechselte und die Tour 2025 wieder verließ, ist damit ein Paradebeispiel für die aktuelle Dynamik im Golfsport. Auch Patrick Reed, ein weiterer Ex-LIV-Spieler, kehrte im Januar 2026 auf die DP World Tour zurück. Chacarras Weg zeigt, wie Spieler nach Abstechern neue Höhen erreichen können. Sein Lauf ist bemerkenswert und sendet ein klares Signal an alle, die über die Kaderzusammenstellung für 2027 nachdenken.
Die Saison läuft für Chacarra: Nächste Woche plant er bereits in Korea zu spielen, um seinen Vorsprung im Race to Dubai weiter auszubauen. Mit drei Saisonsiegen und dem Sieg über europäische Stars ist er definitiv ein ernstzunehmender Kandidat für den Ryder Cup 2027. Auch wenn bis zur automatischen Qualifikation noch ein Jahr vergehen wird, spricht seine aktuelle Form eine eindeutige Sprache.

