
Yin Ruoning holt sich in einem echten Thriller-Finale in Shanghai ihren zweiten LPGA-Titel in Folge und das nach einem Showdown, der die Nerven blank liegen ließ. Mit einer finalen 68er-Runde bei vier unter Par spielte sich die Lokalmatadorin im energiegeladenen Sheshan Golf Club zum Sieg, während die zuvor führende Choi Hye-jin am Ende nur noch zuschauen konnte.
Yin, gerade mal 24 Lenzen jung und erst im August 2026 beim FM Championship in Boston am Start gewesen, beendete das Turnier bei elf unter Par – einen Schlag vor der Südkoreanerin Choi Hye-jin. Nicht nur das: Es ist ihr siebter LPGA-Titel und ihr zweiter Triumph in Shanghai überhaupt – den ersten schnappte sie sich bereits 2024. Choi Hye-jin dürfte sich dagegen die Haare raufen, nachdem sie drei Runden lang an der Spitze stand und eigentlich auf Kurs für ihren ersten LPGA-Titel war. Ihr Vorsprung, der über weite Strecken richtig stark war, schmolz dahin wie ein Eiswürfel in der Wüste, als sie auf der siebten und achten Bahn aufeinanderfolgende Bogeys kassierte. Die heimische Kulisse kochte, als Yin auf den letzten neun Löchern vier ihrer fünf Birdies zimmerte und so richtig aufdrehte. Der Nervenkitzel war zum Greifen, als sie auf der 17 einen Putt mit Nerven aus Stahl lochte und damit den Sack endgültig zumachte. Eine kurze, aber aussagekräftige Faustballung, und das Ding war durch. Amy Yang aus Südkorea landete mit acht unter Par auf Rang drei, dicht gefolgt von der Japanerin Rio Takeda.


