
„I said what I said.“ Jon Rahm haut bei der BMW PGA Championship einen Satz raus, der sich gewaschen hat und die ewige LIV-Frage mal wieder auf den Punkt bringt. Vor dem Abschlag in Wentworth sah sich der Spanier erneut mit bohrenden Fragen zu seiner Zukunft bei LIV Golf konfrontiert und zeigte sich, sagen wir mal, nicht begeistert. Es ging um seinen „LIV 1.0“-Vertrag, den er „mehr als bereit ist zu erfüllen“, aber eben auch um die Ungewissheit, was passiert, wenn LIV sich zu einer neuen Liga, einem „LIV 2.0“, mausert.
Keine klare Linie
Eine definitive Zusage über die aktuelle Saison hinaus? Fehlanzeige. Rahm macht klar, dass er sich vorerst nicht festlegen wird. Der Grund dafür ist ein „langer juristischer Prozess“, der noch zu klären ist. Eine klare Antwort erwartet er selbst erst nach dem Ende der aktuellen Spielzeit 2026. Das ist ein Move, der zeigt, wie sehr die Golfer in dieser Schwebesituation gefangen sind. Für die Fans ist das natürlich eine Zerreißprobe der Nerven – bleibt unser Rahm oder zieht es ihn endgültig in andere Gefilde?
Das große Ganze
Rahm ist einer der LIV-Spieler, die dank spezieller Genehmigungen 2026 noch auf der DP World Tour am Start sein dürfen, ohne dafür extra Strafen für „Konflikt-Auftritte“ zu kassieren. Im Hintergrund rumort es sowieso gewaltig: Gerüchte um ein „LIV 2.0“ machen die Runde, dazu kommen die juristischen und finanziellen Querelen nach der Insolvenzanmeldung der Liga. Auch die PGA Tour signalisiert keine einfache Rückkehr für Abtrünnige; CEO Brian Rolapp hat klar gemacht, dass ein „Returning-Member-Programm“ wie das, welches Brooks Koepka erhielt, aktuell nicht auf dem Tisch liegt. Die Fronten sind also weiterhin verhärtet und Jon Rahms Aussagen zeigen, dass sich das Drama um die Zukunft des Profigolfs noch lange nicht dem letzten Loch nähert.


