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Hovland & Gerard teilen Führung bei Tour Championship

Hovland & Gerard top! Wer gewinnt das Finale? Jetzt lesen!

PG
PGA Tour
28. August 2026 · 3 Min. Lesezeit
Hovland & Gerard teilen Führung bei Tour Championship

10 Millionen Dollar lagen am Freitag auf dem Tisch, und beim Finale der FedEx Cup Playoffs kämpften Viktor Hovland und Ryan Gerard um jeden Schlag an der Spitze. Das Duo aus Norwegen und den USA zündete am East Lake Golf Club in Atlanta ein wahres Feuerwerk und lieferte sich ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den begehrten Jackpot.

Ryan Gerard, der schon einen PGA Tour Sieg auf dem Konto hat und zum ersten Mal bei der Tour Championship am Start ist, zeigte, was er draufhat. Sechs Birdies, darunter ein unfassbarer 78-Fuß-Putt auf Bahn sieben, der quasi über das ganze Grün tanzte – da lachte das Golferherz. Mit einer 65er-Runde (-5) holte er sich die Clubhausführung, aber Viktor Hovland, der im letzten Flight unterwegs war, konterte eiskalt. Ein Birdie auf der 18 – und zack, war die geteilte Führung nach einer 66er-Runde über Nacht gesichert. Beide liegen damit bei 10-under, einen Schlag vor dem US-Doppel Collin Morikawa und Chris Gotterup. Da ging es richtig zur Sache auf dem Grün.

Nur einen Schlag dahinter lauern Weltnummer eins Scottie Scheffler und die Nummer drei, Cameron Young. Young legte dabei eine Hammer-Runde aufs Grün: Eine 62 – Tagesbestwert! Damit katapultierte er sich aus dem letzten Loch auf den geteilten fünften Rang. Richtig stark.

„Bislang solide. Muss einfach weiterlaufen", kommentierte Gerard trocken. Druck, als Führender ins Wochenende zu gehen? Für ihn kein Thema. „Ich liebe es, mit Führung zu spielen. Viel besser als Letzter zu sein", grinste er.

Achterbahn der Gefühle

Nach zwei frühen Bogeys zeigte Hovland Kämpferherz: Ein 27-Fuß-Putt auf der Par-3 15 saß, und auf der 16 rettete er das Par, obwohl er einen Putt aus dem Vorgrün zehn Fuß übers Ziel hinausfeuerte. Dramatik pur. Trotz seiner Top-Position war der Norweger frustriert. Die Konstanz, die ihn 2023 zum Sieg der Tour Championship trug, will sich einfach nicht einstellen. „Es regt mich fast noch mehr auf, weil ich weiß, ‚ach, das konnte ich früher auch‘, und jetzt fühlt es sich viel schwieriger an", gab er zu. „Es sind nicht unbedingt die krassen Ausreißer-Schläge im Moment, es ist einfach dieses Gefühl, dass der Schwung nicht ganz sitzt."

Min Woo Lee startete mit zwei Schlägen Vorsprung in den Freitag, erlebte dann aber einen echten Albtraum auf dem Grün. Der Australier kassierte ein Triple Bogey auf der Fünf – zweimal aus dem Rough hacken, lay up, dann drei Putts. Auf Bahn acht shankte er seinen Abschlag direkt ins Wasser – Bogey. Seine 73er-Runde war die zweitschlechteste des Turniers bis dato. Einen Tag zuvor hatte Lee noch eine 62 gespielt, weil er ohne Partner unterwegs war: JJ Spaun hatte wegen einer Schulterverletzung zurückgezogen.

Am Freitag war es dann Cameron Youngs Schicksal, allein über den Platz zu ziehen – und unglaublich: Auch er lochte eine 62er-Runde ein. „Das scheint ein starkes Muster zu sein. Ziemlich seltsam", gab Young zu, der sich fühlte, als würde er „eine Trainingsrunde" drehen. „Man muss auf niemanden warten. Nichts Verrücktes passiert. Ich bin einfach in einen richtig guten Rhythmus gekommen und habe weitergemacht." Sieben Birdies auf den ersten elf Löchern, dazu noch ein Eagle zum Abschluss – da lief es bei Young.

Scottie Scheffler hatte einen produktiven, wenn auch inkonsistenten Tag. Die Weltnummer eins kämpfte sich nach zwei Bogeys in Folge wieder auf einen Schlag an die Spitze heran, kassierte dann aber auf der 17 ein weiteres Bogey, als der Wind aufdrehte und die Schlussphase zur echten Herausforderung machte. „Ich sah, wie er oben in den Jetstream geriet und flog... es fühlte sich an, als könnten sie jeden Moment das Horn blasen", sagte Scheffler. „Ja, einfach böse Böen."

Rory McIlroy erlebte ein peinliches Double Bogey: Zweimal chippte er den Ball aus 45 Fuß Entfernung vom bergauf führenden dritten Grün – und zweimal rollte das Ding einfach wieder zurück an seine Füße. Autsch. Der viermalige Major-Sieger sammelte noch zwei späte Birdies für eine 69er-Runde, liegt aber mit drei unter Par und sieben Schlägen Rückstand auf dem geteilten 23. Platz. Da muss noch einiges passieren, um nach vorne zu kommen.

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