
Die Affäre um Good Good Golf ist nicht nur ein PR-Desaster, sondern sprengt gerade das moderne Golf-Mediengeschäft in seine Einzelteile. Was als kontroverses Promo-Video begann, hat sich innerhalb weniger Tage zu einer branchenweiten Krise entwickelt, die nicht nur Callaway die Partnerschaft kostet, sondern auch TV-Produktionen und den Handel durchschüttelt. Das Image von Good Good Golf liegt in Trümmern, und die Konsequenzen sind richtig stark spürbar.
Im Epizentrum des Orkans steht ein Werbeclip, der am 21. August online ging. Darin zu sehen: Garrett Clark, wie er eine Frau zu Boden stößt. Die Empörung über diese Darstellung von Gewalt gegen Frauen war sofort da und extrem. Callaway reagierte postwendend, beendete die Zusammenarbeit mit Good Good Golf mit sofortiger Wirkung und versprach 1 Million US-Dollar für Organisationen, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen. Ein harter, aber notwendiger Schritt, der zeigt, wie ernst die Lage war.
Der Retail-Hammer und TV-Aus
Doch der Fallout ging weit über Callaway hinaus. Der Einzelhandel zieht die Reißleine: Dick’s Sporting Goods und Golf Galaxy haben bereits Good Good Merchandise aus den Regalen geräumt. Berichten zufolge sind auch PGA Tour Superstore und einige Target-Filialen diesem Beispiel gefolgt. Für eine Marke, die stark auf Merchandise setzt, ist das ein Schlag in die Magengrube.
Big Break im Aus und die PGA Tour zieht den Stecker
Der Golf Channel hat ebenfalls reagiert. Die geplante Neuauflage von Big Break x Good Good wurde erst verschoben und dann gänzlich gecancelt oder auf unbestimmte Zeit verschoben – einige munkeln von 2027 als frühestmöglichem Sendetermin. Auch die PGA Tour bleibt nicht unberührt: Good Good Golf hat sich von seinem geplanten Titelsponsoring eines kommenden PGA Tour Events in Austin, Texas, zurückgezogen.


