
Im Sung-jae liefert eine Show ab: Hole-in-one und Eagle zum Schluss, dann eine 61 (10 unter Par) am Freitag. Damit teilt er sich die frühe Führung mit einem bärenstarken Jordan Spieth beim PGA Tour CJ Cup Byron Nelson.
Die beiden, Südkoreas Im und der dreifache Major-Champion Spieth, legten am Morgen auf dem TPC Craig Ranch ein wahres Feuerwerk hin. Besonders Spieth drehte auf: Neun Birdies, davon sechs in Folge auf seiner Back Nine. „Ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, um rauszufinden, was unser Best-Ball-Score war“, meinte Spieth und schob lachend hinterher: „Ich glaube, es waren 57 Schläge – das ist schon ziemlich ordentlich.“
Frühstart mit Ansage
Im Sung-jae hatte sich mit 13 unter Par (129 Schläge) in die Clubhaus-Führung gesetzt, kurz darauf gesellte sich Japans Kensei Hirata mit einer Hammer-Runde von 65 dazu. Spieth lag nach 36 Löchern bei 12 unter Par (130 Schläge), gleichauf mit seinem Landsmann Tyler Duncan. Der Overnight-Leader Taylor Moore beendete den Tag mit einer 69 und fand sich bei 11 unter Par wieder. Am Nachmittag waren dann noch Hochkaräter wie die Nummer eins der Welt und Titelverteidiger Scottie Scheffler sowie Fünffach-Major-Sieger Brooks Koepka am Start – Koepka lag nach der ersten Runde nur einen Schlag hinter der Spitze. Das verspricht Dramatik pur für das Wochenende!
Ims Magie und Spieths Turbo
Im und Spieth starteten an Tee 10. Im sammelte vier Birdies, bevor er an der 18 seinen einzigen Schlagverlust des Tages hinnehmen musste. Danach folgten weitere Birdies an den Löchern 1, 3 und 4. Doch der absolute Wahnsinn spielte sich am Par-3 der 7 ab: Sein Eisen 5 vom Abschlag landete auf dem Grün, hüpfte einmal – und rollte direkt ins Loch. Hole-in-one! „Ich war überrascht, aber ich habe einen richtig guten Schlag gemacht“, so Im, der den Moment als „etwas unerwartet, aber natürlich sehr aufregend“ beschrieb. Im, dessen Saison 2026 nach einer Handgelenksverletzung im Januar verzögert begann, setzte mit einem 14-Fuß-Eagle am Par-5 der 9 noch einen drauf. Damit ist er vor dem Wochenende ganz klar im Rennen um den Titel.
Spieth, der ehemalige Weltranglistenerste, der seit dem Memorial im letzten Jahr bei keinem PGA Tour Event mehr in den Top 10 landete, betonte, dass sein Putten entscheidend war: „Ich hab den Ball furchtbar geschlagen – wirklich grottenschlecht. Aber das Putten war top.“ In seinen ersten neun Löchern gelangen Spieth zwei Birdies, doch auf der Back Nine zündete er den Turbo. Es begann mit einem 12-Fuß-Birdie an der 1, einem 20-Fuß-Putt an der 2, gefolgt von einem weiteren 12-Fuß-Birdie an der 3, einem Sechs-Fuß-Putt an der 4, einem Vier-Fuß-Putt am Par-5 der 5 (trotz verpasstem Grün) und einem Neun-Fuß-Putt an der 6. Was für eine Serie! „Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Spieth. „Man beflügelt sich gegenseitig, oder? Da war richtig gutes Golf am Start.“
Auch Rookie Kensei Hirata zeigte, was in ihm steckt. Er spielte eine fehlerfreie Runde mit sechs Birdies und positionierte sich damit bestens für seinen ersten PGA Tour Titel. Der 25-jährige Rookie geniesst nach eigenen Angaben die „grossartige Erfahrung“ seiner ersten Tour-Saison, selbst in den schlechten Wochen. „Ich lerne, niemals aufzugeben“, so Hirata. „Einfach weitermachen.“


