
Yannik Paul, der 31-jährige Heidelberger, musste beim Genesis Championship in Südkorea eine echte Pille schlucken. Er ging am Start dieser Woche auf Rang 116 der Race-to-Dubai-Wertung – und ihr wisst: Die goldene Regel besagt, nur die besten 115 Spieler sichern sich die volle Spielberechtigung für die kommende Saison. Seine Auftaktrunde von 79 Schlägen (+8) hat dann leider alle Hoffnungen auf eine späte Rettung zunichtegemacht und den Verlust seiner DP-World-Tour-Karte besiegelt. Bitterer geht’s kaum.
Nach diesem Missed Cut sprach Paul, wie es sich gehört, offen über seine Saison – keine Ausreden, nur harte Fakten. Er betonte, dass der Cut in Cheonan nur die Spitze des Eisbergs war. Die gesamte Spielzeit war von krassen Formschwankungen geprägt. „Ich hatte einen langsamen Start, dann einen guten Sommer, und dann ging es innerhalb von drei Monaten schnell bergab… Ich gehöre hierher und habe einfach nicht gut gespielt, als es drauf ankam“, gab er schonungslos zu. Er ist „ziemlich enttäuscht“, und jetzt heißt es: Ab zur Qualifying-School! Der Weg ist steinig, aber Yannik ist ein Kämpfer.
Was steckt dahinter? Der Mann, der 2022 die Mallorca Open gerockt hat, schrammte bereits 2023 haarscharf am Ryder Cup vorbei, obwohl er in jenem Jahr siebenmal in den Top 10 stand. Ein Kämpfer, durch und durch. Doch dieses Jahr war einfach der Wurm drin. Formtiefs und fiese Rückenprobleme machten ihm das Leben auf dem Grün schwer, sodass Spitzenresultate Mangelware waren. Die Q-School ist jetzt seine letzte Chance: Im Optimalfall winkt eine eingeschränkte Tour-Karte. Aber Achtung: Das heißt meistens nur Startplätze bei Turnieren, wo die großen Fische eher nicht am Start sind – kein Easy-Mode, um sich dauerhaft in der Weltspitze zu behaupten.
Aber Yannik Paul gibt nicht auf! Trotz dieses bitteren Nackenschlags ist sein Kämpfergeist ungebrochen. Die Marschroute für 2026 wird neu justiert, und dieser verpasste Cut ist für ihn kein Rückschlag, sondern ein Turbo für noch härteres Training. Wir Golfer in Deutschland halten die Daumen gedrückt, dass dieser talentierte Heidelberger bald wieder auf der DP World Tour eine Hammer-Runde nach der anderen liefert und uns zeigt, dass er richtig stark ist und auf die Tour gehört!


