
Jacob Bridgeman holt sich seinen ersten PGA Tour Titel! Was für eine Nervenschlacht beim Genesis Invitational am Sonntag, Golfer. Sein komfortabler Sieben-Schlag-Vorsprung schmolz auf einen einzigen, aber am 72. Loch machte er den Sack zu und lochte den kurzen Par-Putt zum umjubelten One-Shot-Triumph.
Der 26-jährige Amerikaner war mit sechs Schlägen Vorsprung in den Finaltag gestartet, den er mit Birdies am ersten und dritten Loch sogar auf sieben Schläge ausbaute. Doch das waren auch schon seine einzigen Birdies an diesem Tag. Bridgeman musste richtig zur Sache gehen und grindete sich zu einer 72er-Runde (+1) im legendären Riviera Country Club. Am Ende standen beeindruckende 18 unter Par und ein Gesamtergebnis von 266 Schlägen – hauchdünn vor Rory McIlroy und Kurt Kitayama.
McIlroy, der als Zweiter mit sechs Schlägen Rückstand in den Tag ging, lieferte eine starke 67 (-4) ab. Und der Kalifornier Kitayama? Der feuerte eine unfassbare 64er-Runde (-7) ab und pflügte sich damit die Rangliste hoch. Auch die australische Golf-Legende Adam Scott, Sieger in Riviera 2020, zeigte, was er drauf hat: Acht Birdies für eine acht unter Par 63 – was für eine Hammer-Runde! Das reichte für den alleinigen vierten Platz mit insgesamt 268 Schlägen.
"Ich dachte, es wird viel einfacher", gab Bridgeman nach dem Drama ehrlich zu, nachdem er am Freitag und Samstag noch mit zwei lockeren 64er-Runden glänzte. Als er am Par-3 der 16 sein drittes Bogey des Tages aus einem Grünbunker spielte, schmolz sein Vorsprung auf nur noch einen Schlag zusammen. Da ging es richtig zur Sache!
"Ich war nicht wirklich verrückt nervös, bis ich einen Fünf-Footer für Bogey an der 16 hatte", erzählte Bridgeman später. "Der war echt heikel. Ich hab einen richtig guten Putt gespielt und zum Glück ging er rein. Danach war ich dann richtig nervös." Am Par-5 der 17 fand sich Bridgeman schon wieder im Grünbunker wieder, aber rettete das Par mit zwei Putts aus 21 Fuß. Dann der Showdown am 18. Loch: Sein Annäherungsschlag landete 20 Fuß von der Fahne entfernt. Der erste Putt war etwas zu kurz, doch der entscheidende zweite Putt saß – der Sieg war seiner!
"Ich konnte auf den letzten paar Grüns meine Hände gar nicht mehr fühlen. Ich hab den Putt einfach geschlagen und gehofft, dass er irgendwo in Loch-Nähe landet", gestand er. "Und beide habe ich meilenweit zu kurz gelassen – ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist."
Rory McIlroy, der sich letztes Jahr mit dem Masters-Sieg den Karriere-Grand-Slam holte, zeigte ebenfalls eine Hammer-Show: Fünf Birdies, darunter ein Hole-out aus dem Grünbunker an der 12, ein Up-and-Down-Birdie aus dem Bunker an der 17 und zum krönenden Abschluss ein 30-Fuß-Birdie-Putt am letzten Loch. Auch der 33-jährige Kitayama, der auf seinen dritten Tour-Titel jagte, legte einen Raketenstart hin: Vier Birdies auf den ersten fünf Löchern und insgesamt acht Birdies an diesem Tag katapultierten ihn ganz nach vorne.
Und was machte Weltranglisten-Primus Scottie Scheffler? Er musste sich noch hart ins Wochenende kämpfen, um überhaupt den Cut zu schaffen. Obwohl er eine richtig starke 65er-Runde (-6) aufs Grün zauberte, endete seine unfassbare Serie von 18 Top-10-Platzierungen in Folge. Mit 11 unter Par reichte es am Ende nur für einen geteilten 12. Platz. Manchmal läuft's halt nicht.


