
Nelly Korda hat beim Saisonauftakt des LPGA Tournament of Champions mal wieder gezeigt, wo der Hammer hängt! Sie feuerte trotz brutaler Bedingungen eine acht unter Par 64 ins Scorecard und holte sich am Samstag die Drei-Schläge-Führung in der wetterbedingt unterbrochenen dritten Runde.
Sie lochte sieben Birdies und einen Eagle, musste aber auch ein Bogey verschmerzen – das alles bei Kälte und Wind, die einem wirklich alles abverlangen. Nach 54 Löchern lag sie damit bei 13 unter Par, insgesamt 203 Schläge, im Lake Nona Country Club in Orlando, Florida.
Korda selbst meinte dazu: „Der Platz wirft dir einfach alles entgegen, aber alle sitzen im selben Boot. Da musst du deine Ziele schon verdammt genau anvisieren!“
Seit dem LPGA Annika Event im November 2024, ihrem letzten von sieben LPGA-Siegen in 2024, war die 27-jährige Amerikanerin sieglos geblieben. 2025 reichte es zwar für neun Top-10-Platzierungen, aber der große Wurf fehlte. Zeit, das zu ändern!
Der Wind wurde dermaßen zur Sache, dass am Par-3 Loch 17 die Putts einfach vom Grün geblasen wurden! Das war dann auch der Moment, wo das Spiel für den Tag unterbrochen werden musste – mit sechs heißen Anwärterinnen noch auf dem Platz.
Südkoreas Amy Yang lag zu diesem Zeitpunkt bei 10 unter Par auf dem zweiten Rang, nachdem sie mit Birdies an der 13, 15 und 16 ordentlich gepunktet hatte. Sie war drei unter Par für die Runde – mit noch zwei Löchern vor der Brust.
Und jetzt kommt’s: Der Wind war so eine Naturgewalt, dass er einen 18-Fuß-Putt von Südkoreas Hwang You-min am 17. Loch einfach vom Grün blies – kurz bevor die Sirene das Spiel stoppte. Sie teilte sich den dritten Rang bei acht unter Par mit Neuseelands Lydia Ko.
Lydia Ko, nach 36 Löchern noch auf Tuchfühlung zur Spitze, musste an der 12 ein Bogey und am Par-3 der 13 sogar ein Doppel-Bogey hinnehmen, was sie leider zurückwarf. Aber Golf ist manchmal auch Drama: Sie lochte direkt danach aus einem Bunker ein und holte sich an Loch 14 ein Birdie!
Olympiasiegerin von Tokio und zweifache Major-Gewinnerin Korda und ihre Kontrahentinnen kämpften da draußen gegen Winde von 25 mph und Böen, die noch heftiger reinhauten.
Korda verriet: „Ich habe mich einfach extrem auf meine Ziele konzentriert und diese tiefen Geschosse in den Wind geprügelt.“ Der plötzliche Temperatursturz sei ihre größte Herausforderung gewesen.
„Schon an Loch drei fing es an, richtig kalt zu werden“, so Korda. „Ich hatte zwar ein paar Schichten an, aber zu viele gehen auch nicht, wenn man noch gescheit schwingen will.“
Korda, die 90 Minuten vor den damaligen Führenden und mit drei Schlägen Rückstand abgeschlagen hatte, legte nach zwei Birdies in Folge am dritten Loch direkt einen Eagle nach. So läuft das!
„Ich bin wirklich grandios gestartet“, kommentierte Korda. „Den Eagle an der drei einzulochen – so einen Start nimmst du natürlich immer mit, das ist ein echter Bonus.“
Die Front Nine schloss sie mit zwei Birdies in Folge ab und legte dann noch Birdies an der 12, 14 und dem Par-5 der 15 nach. Erst am windgebeutelten 17. Loch musste sie sich ein Bogey notieren.
„Von der 15 bis zum Ende wusste ich, dass es tough wird, egal wann man diese Löcher spielt“, so Korda. „Ich war einfach nur froh, diese hinter mich gebracht zu haben.“
Kanadas Brooke Henderson spielte eine 66er Runde und sicherte sich damit den fünften Platz bei 209 Schlägen.


