
DELOFTED – Dein Golf-Update
Berger zündet den Turbo und stürmt an die Spitze des Arnold Palmer Invitationals!
Leute, da ging es gestern richtig zur Sache auf dem Grün! Daniel Berger legte eine Hammer-Runde hin – neun Birdies, eine makellose Leistung – und stürmt damit am ersten Tag des Arnold Palmer Invitationals in Florida direkt mal zur Führung. Und das mit drei Schlägen Vorsprung!
Der 32-jährige Amerikaner, der auf der PGA Tour schon viermal triumphierte (sein letzter Sieg war vor fünf Jahren in Pebble Beach), schnappte sich auf den ersten neun Löchern drei Birdies. Aber dann zündete er so richtig den Turbo mit sechs weiteren Birdies auf der Back Nine. Unser Mann legte auf Loch 10 direkt mal eine Serie von drei Birdies hin, als ob es nichts wäre. Danach kam noch ein 11-Fuß-Putt für ein Birdie auf dem Par-3 der 14, und dann folgten noch zwei weitere Birdies auf der 16 und der 18. Das Ergebnis? Eine sensationelle bogeyfreie 63er-Runde! Läuft bei ihm!
Berger thront damit drei Schläge vor dem frischgebackenen Pebble Beach Champion Collin Morikawa und dem Schweden Ludvig Aberg. Der Weltranglisten-Erste Scottie Scheffler musste sich mit einer 70 zufriedengeben. Und Rory McIlroy? Der bereitet sich ja bekanntlich darauf vor, seinen Masters-Titel nächsten Monat zu verteidigen. Er beendete seine wechselhafte Runde, gespickt mit fünf Birdies und einem Doppelbogey, sogar mit Even Par. Da war noch Luft nach oben, Rory!
Berger, der letzten Herbst nach einem gebrochenen Ringfinger an der rechten Hand (passiert bei einem Schlag bei der BMW Championship im August) drei Monate pausieren musste, erklärte nach seiner Show: "Das Wichtigste für mich ist einfach, wieder in meinen Rhythmus zu kommen. Wenn du zurückkommst, musst du einfach wieder in den Flow finden und deine Routine aufbauen." Und weiter: "Ich habe eigentlich gar nicht so schlecht gespielt, nur die Ergebnisse haben gefehlt."
Der gebrochene Finger war übrigens nicht Bergers erste Verletzungsmisere. Er fehlte 2022 und 2023 ganze zehn Monate wegen Rückenproblemen und kämpfte 2024 nach seinem Comeback mit der Konstanz. Ein echter Stehauf-Golfer! Der gebürtige Floridianer prophezeite übrigens, dass die Bedingungen für den Rest der Woche im Bay Hill Club & Lodge in Orlando "unglaublich schwierig und herausfordernd" werden würden. "Man sieht schon, die Grüns sind fast weiß. Ein bisschen Wind, etwas weniger Feuchtigkeit, und es wird wie bei einer US Open", warnte er. "Ich glaube, wenn man zum Bay Hill kommt, um dieses Event zu spielen, weiß man, was einen erwartet. Es schockiert mich nicht. Man ist bereit dafür." Klare Ansage!
Morikawa: Später Eagle-Boost, Aberg "unglaublich"
Collin Morikawa, zweimaliger Major-Sieger und endlich wieder am Start nach seinem Sieg in Pebble Beach im Februar, legte auf den letzten Löchern noch einen Zahn zu und holte sich eine 6-unter-Par-Runde. Auf dem Par-5 der 16 zimmerte er ein perfekt getroffenes Siebener-Eisen aufs Grün und versenkte dann einen 15-Fuß-Putt zum Eagle! Danach folgten noch Birdies auf der 17 und der 18 – wo er einen epischen 27-Fuß-Putt lochte. Richtig stark! "Ich habe den Tag mit drei Siebener-Eisen abgeschlossen, drei Birdies – das nehme ich gern", so Morikawa. Er war übrigens letztes Jahr beim Arnold Palmer Invitational Zweiter geworden, obwohl er den späteren Sieger Russell Henley fünf Löcher vor Schluss noch mit drei Schlägen anführte. Puh, da war er nah dran!
Ludvig Aberg zeigte sich hochzufrieden mit seiner 66 bei diesen fiesen Böen auf einem Kurs, der berüchtigt für seine Tücken ist. Bergers 63er-Runde nannte er "ziemlich unglaublich". Kann man so sagen! "Ich wollte nicht übermäßig aggressiv sein, aber auch nicht zu konservativ. Mit dem Seitenwind, der ständig hin und her wechselte, war es echt knifflig", erklärte Aberg. "Alles in allem bin ich super happy mit dem Score."
Scottie Scheffler hingegen haderte mit "ein paar Fehlern, die ich nicht hätte machen dürfen" bei seiner zwei unter Par-Runde, die immerhin auch drei Birdies enthielt. "Alles unter Par ist auf diesem Golfplatz ein anständiger Score", fügte der Amerikaner hinzu, der diese Woche übrigens auf einen neuen Driver gesetzt hat, um vom Abschlag noch präziser zu sein. Man experimentiert eben! Rory McIlroy fand mit seinem Annäherungseisen auf dem Par-4 der 13 leider das Wasser. Nach dem Drop verfehlte er erneut das Grün und musste sich mit einem Doppelbogey abfinden. Autsch! Seine turbulente Runde hatte außerdem noch Bogeys auf der 5 und der 18 im Gepäck.


