
Er galt als abgeschrieben vom Tour-Grind, kommentierte lieber, statt selbst zu putten: Jetzt packt ein Ryder Cup-Held und LIV Golf-Broadcaster überraschend wieder die Schläger aus. Was für eine Ansage, die Golf-Deutschland und den Rest der Welt aufhorchen lässt, denn mit diesem Comeback hatte wirklich niemand mehr gerechnet.
Die Rede ist natürlich von Nicolas Colsaerts, dem belgischen "Belgian Bomber", dessen Power schon oft für Furore sorgte – unvergessen sein Auftritt beim Ryder Cup 2012, wo er für Team Europa glänzte. Ende letzten Jahres hieß es noch, der Routinier macht Schluss nach über 500 DP World Tour Starts. Er verbrachte das bisherige Jahr 2026 mit Mikrofon statt Eisen in der Hand, als Broadcaster für LIV Golf.
Comeback auf heimischem Grün
Doch die Golfschuhe scheinen doch nicht endgültig an den Nagel gehängt worden zu sein. Diese Woche steht Colsaerts tatsächlich wieder am Abschlag, und das auf heimischem Boden beim Soudal Open in Belgien. Ein richtig starkes Zeichen, das beweist, dass der Hunger auf den Wettkampf noch lange nicht gestillt ist. Da geht es richtig zur Sache!
Die neue Normalität im Profigolf
Diese überraschende Kehrtwende ist symptomatisch für einen Trend, der sich im Profigolf immer mehr zeigt. Die Grenzen zwischen aktivem Wettkampf, dem Ruhestand und der Rolle als Medienexperte verschwimmen zusehends. Ob Colsaerts jetzt wieder voll einsteigt oder nur für ausgewählte Events an den Start geht, bleibt abzuwarten. Aber allein die Tatsache, dass er wieder mit dabei ist, sorgt für ordentlich Gesprächsstoff und verstärkt die Dramatik der laufenden Saison.


