
Jim Furyk schockt die Golf-Welt und positioniert die US-Boys schon jetzt als glasklaren Underdog für den Ryder Cup 2027 in Adare Manor. Eine Ansage, die sitzt und die Spannung auf das Duell in Irland schon mehr als ein Jahr im Voraus auf den Siedepunkt treibt. Seit dem legendären 15–13 Sieg in The Belfry im Jahr 1993 haben die Amerikaner auf europäischem Boden nichts mehr gerissen – eine verheerende Serie von sieben Niederlagen in Folge spricht Bände.
Furyk, der erneut als Kapitän am Start ist, machte die brisante Äußerung bei den offiziellen „One-Year-Out“-Events in Adare Manor. Er betonte, dies sei keine psychologische Kriegsführung, sondern eine knallharte Realitätscheck. Mit dem Heimvorteil für Europa und der eigenen mageren Bilanz sei der Underdog-Status absolut gerechtfertigt. Besonders die Foursomes, eine traditionelle Stärke der Europäer, müssen auf US-Seite dringend verbessert werden, so Furyk, der seinen Spielern eine deutlich intensivere Vorbereitung abverlangen will.
Das psychologische Pingpong beginnt
Die Reaktion von Europas Kapitän Luke Donald ließ nicht lange auf sich warten. Gemeinsam mit Vize-Kapitän Edoardo Molinari wird er das Setup im Adare Manor nach seinen Vorstellungen gestalten, um den Heimvorteil maximal auszuspielen. Donald hinterfragte Furyks Underdog-These prompt und startete damit gekonnt das erste psychologische Duell der Kapitäne – noch bevor ein einziger Abschlag gemacht wurde. Das Duell 2027 wird übrigens erst der zweite Ryder Cup überhaupt in Irland, nach dem Spektakel 2006 im K Club.



