
Die Philippine Open hing am seidenen Faden, doch jetzt lockt das traditionsreiche Turnier mit einer Million Dollar Preisgeld und einer gehörigen Portion Dramatik auf der Asian Tour. Kürzlich sprang die Philippine Sports Commission (PSC) als Retter in letzter Minute ein, um das 108. Event zu sichern, das vom 12. bis 15. November 2026 auf dem Masters Course von Manila Southwoods in Carmona, Cavite, über die Bühne geht. Mit rund 63 Millionen philippinischen Pesos macht dieses Engagement klar: Hier wird nicht gekleckert, sondern richtig rangeklotzt, um das Event am Leben zu halten.
Das Aus kam plötzlich: Titel-Sponsor BingoPlus zog sich nur einen Monat vor dem geplanten Abschlag zurück. Das hätte das Aus für eines der ältesten Turniere Asiens bedeuten können. Doch die Asian Tour und der nationale Golfverband der Philippinen stemmten sich dagegen, und am Ende war es die PSC, die mit dem fetten Scheck die Kohlen aus dem Feuer holte. Für PSC-Chef Pato Gregorio war die Philippine Open einfach zu wichtig – eine "nationale Tradition" und der "Stolz des Landes", den man nicht einfach auf Eis legen wollte.
Comeback der Tradition
Seit 1913 wird die Philippine Open gespielt, eine wahre Institution. Abgesehen von sieben Ausnahmen – unter anderem wetterbedingte Absagen 2013 und 2016 sowie die vierjährige Zwangspause von 2020 bis 2023 wegen der Pandemie – war sie jedes Jahr am Start. Dieses Jahr markiert also nicht nur ein Comeback, sondern die Fortsetzung einer langen Geschichte. Es wird ein 72-Loch-Schlagabtausch erwartet, bei dem die Top-Spieler der Asian Tour gegen die Elite und die aufstrebenden Talente der Philippinen antreten.
Grün unter Beschuss
Der Masters Course in Manila Southwoods wird dabei kein Zuckerschlecken. Die Verantwortlichen bereiten eine richtig knackige Version des Layouts vor: Schmale Fairways und ein aggressiveres, längeres Rough sollen dafür sorgen, dass jeder ungenaue Drive knallhart bestraft wird. Hier geht es nicht nur um die Länge, sondern vor allem um Präzision und Nerven aus Stahl. Wer hier eine Hammer-Runde aufs Grün zaubern will, muss wirklich alles im Griff haben.
Die diesjährige Philippine Open ist damit mehr als nur ein Turnier; sie ist ein Statement. Sie zeigt, dass die Gemeinschaft zusammenhält, wenn es eng wird, und dass Traditionen mit dem nötigen Einsatz nicht nur überleben, sondern gestärkt aus Krisen hervorgehen. Für die Asian Tour ist das Event jetzt wieder ein richtig starker Stopp im Kalender, der zeigt, dass hier Top-Golf auf höchstem Niveau geboten wird.


