
Die größte Geduldsprobe auf dem Golfplatz sind nicht die schwierigen Schläge, sondern die Pro-Golfer, die einfach nicht bereit sind, wenn sie an der Reihe sind. Genau das ärgert selbst einen Major-Sieger wie Ryan Fox auf die Palme, denn die Basics wie Yardage checken, Schlägerwahl und die Entscheidung vorab zu treffen, sollte für jeden Tour-Pro drin sein. Ein kleines Detail, das aber immer wieder übersehen wird und das Tempo auf dem Grün killt.
Fox, selbst einer der schnelleren Spieler auf der Tour, kann zwar nachvollziehen, dass bei hohen Einsätzen und knackigen Kursen das Spiel langsamer wird, aber mangelnde Bereitschaft ist ein No-Go. Er plädiert eher für Bewusstsein und Schulung statt für starre Regeln, die kaum durchzusetzen sind. Er weiß, wovon er spricht, denn er saß selbst schon in einem Ausschuss, der sich mit genau diesen Problemen herumschlug.
Nach dem Open-Sieg am Start
Diese klaren Worte sprach Fox kürzlich, als er sich für die DP World India Championship am Delhi Golf Club in Position brachte, die vom 15. bis 18. Oktober 2026 stattfand. Sein Triumph bei The Open in diesem Jahr hat ihn ins Rampenlicht katapultiert und den Druck enorm erhöht – auch beim Zeitmanagement. Das bedeutet: Jeder Schlag zählt, und jede Sekunde steht unter Beobachtung.
Cleverer Schlägerwechsel
Für den engen Kurs in Delhi hatte Fox übrigens eine spannende Taktik: Er ließ den Driver im Bag und setzte stattdessen auf ein 2-iron. Bei den schmalen Fairways, scharfen Doglegs und dem dichten Rough war Präzision wichtiger als pure Länge. Das zeigt: Am Ende zählt nicht nur Schnelligkeit, sondern auch die clevere Strategie, um das Spiel erfolgreich zu meistern.


