
Der Mizuno Pro X ist ein verlockendes Angebot, aber kein glasklarer Steal im Premium-Ball-Segment, auch wenn er mit $49.99 pro Dutzend lockt. MyGolfSpy’s Ball Lab hat ihm in einer rigorosen Prüfung eine Gesamtbewertung von B und einen Qualitätsscore von 83 verpasst, was ihn eher in die Kategorie "bedingt empfehlenswert" katapultiert, statt ihn zum uneingeschränkten Schnäppchen zu machen.
Das Kraftpaket für schnelle Schwünge
Dieser Ball wurde für Golfer entwickelt, die es straff mögen und auf niedrigen Spin beim Driver setzen. Mit einer Kompression von 103 ist er extra-firm und spielt in einer Liga mit dem Titleist Pro V1x, wenn es ums Gefühl geht. Beim Driver-Test mit hohen Schwunggeschwindigkeiten war der Pro X richtig stark unterwegs und konnte sich in der Distanzgruppe von Bällen wie dem Pro V1x oder dem Snell PR4 einreihen. Seine Carry-Länge lag weit über dem Test-Median, was seinen Wert für Spieler, die den Ball weit jagen wollen, unterstreicht – besonders weil er unter dem üblichen $60-Preisschild vieler Tour-Bälle liegt.
Wo die Performance wackelt
Das Problem des Pro X liegt nicht in seiner Grundkonstruktion oder der Speed. Hier läuft alles. Es ist die Fertigungskonsistenz, die MyGolfSpy Kopfzerbrechen bereitete. Die Tester fanden vergleichsweise schwache Ergebnisse bei der Gewichtskonsistenz (C) und der Kompressionssymmetrie (C+). Das bedeutet im Klartext: Die einzelnen Bälle können stärker voneinander abweichen, als man es von einem Premium-Modell für urethan-verliebte Golfer erwarten würde. Von 36 getesteten Bällen waren immerhin zwei defekt – keine Katastrophe, aber ein klares Signal.
Wer also extrem präzise Toleranzen bevorzugt oder auf absolut konstanten Launch und Spin angewiesen ist, könnte hier ins Grübeln kommen. Für den High-Speed-Golfer, der ein festes Gefühl und maximalen Carry sucht, bietet der Pro X für $49.99 eine spannende Option. Aber wer ein weicheres Gefühl oder eine geringe Fehlertoleranz hat, sollte definitiv Alternativen ins Auge fassen, bevor er gleich ein Dutzend kauft.


