
Cameron Young, die Nummer vier der Welt, hat sich den Sieg bei der Cadillac Championship geholt. Und das, obwohl er sich auf der Finalrunde einen Penalty eingefangen hat – was für ein Nervenkostüm! Mit unfassbaren sechs Schlägen Vorsprung schnappt er sich seinen dritten PGA Tour Triumph.
Stellt euch vor: Der 28-jährige US-Boy meldet in der zweiten Fairway selbst einen Penalty, weil sein Ball sich bewegt hat. Andere hätten vielleicht die Augen zugedrückt, aber Young? Der steht dazu! Und dann? Rettet er den Par und legt eine richtig starke 68er-Runde (vier unter Par!) aufs Grün. Am Ende standen fette 19 unter Par und ein Gesamtergebnis von 269 Schlägen. Das bringt ihm nicht nur den Titel, sondern auch satte 3,6 Millionen Dollar auf dem Trump National Doral ein. Respekt!
Damit reiht sich Young in einen elitären Kreis ein: Er ist erst der dritte Wire-to-Wire-Sieger in Doral – und der erste seit Andy Bean im Jahr 1977! Was für eine Ansage!
Young selbst gibt Einblicke in seine Psyche: "Wenn der Golfplatz und die Bedingungen schwierig sind, macht es das mental einfacher für mich. Das ist ein großer Teil davon, wie man hier draußen dranbleibt... zum Glück konnte ich auf dem Teppich bleiben und viele gute Schläge machen." Ein echter Mental-Guru!
Und der Junge läuft richtig stark! Nächsten Donnerstag feiert Young seinen 29. Geburtstag. Im letzten August holte er sich seinen ersten PGA-Titel in Greensboro, im März triumphierte er bei der Players Championship und letzten Monat stand er beim Masters noch auf dem geteilten dritten Platz. Was für eine Serie! Sein Sechs-Schläge-Vorsprung? Das ist mal eine Ansage! Er matched den größten Vorsprung, den es je bei einem PGA-Event in Doral gab – zuletzt geschafft von Hubert Green im Jahr 1976. Chapeau!
"Das Selbstvertrauen wächst einfach weiter", so Young. "Ich habe mich in den letzten vier, fünf Jahren in viele gute Situationen gebracht, und in letzter Zeit bin ich immer öfter als Sieger hervorgegangen. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen." Klingt nach mehr Action! Kurz noch zum Wetter: Über Nacht prasselte über ein Inch Regen runter, was die Finalrunde dieses 20 Millionen Dollar schweren Signature Events verzögerte. Der berüchtigte "Blue Monster" Kurs war danach natürlich entsprechend weich. Sogar US-Präsident Donald Trump ließ sich das Spektakel nicht entgehen und verfolgte Youngs finalen Putt von einer Suite am 18. Loch aus. Promi-Alarm!
Scheffler im Pech: Dritter Runner-up in Folge
Auch wenn Cameron Young die Show gestohlen hat, müssen wir über Scottie Scheffler sprechen! Die Nummer eins der Welt hat auf den letzten vier Löchern nochmal drei Birdies rausgehauen und eine 68 gespielt. Am Ende reichte es mit 275 Schlägen für den zweiten Platz – einen Schlag vor seinem Landsmann Ben Griffin.
Das Kuriose daran: Für Scheffler ist es der dritte zweite Platz in Folge! Nachdem er letzten Monat schon beim Masters und bei den Heritage Turnieren den Vizetitel holte, wiederholt sich das Drama. So eine Serie von drei Runner-up-Finishes am Stück gab es auf der PGA Tour seit 2014 nicht mehr. Autsch!
Für Scheffler war das die letzte Generalprobe, bevor er in zwei Wochen in Aronimink seinen Titel bei der PGA Championship verteidigen will. Hoffen wir, dass er den zweiten Platz dann gegen den Sieg eintauschen kann!
Auf dem geteilten vierten Platz landete Australier Adam Scott, der mit einer echten Hammer-Runde von 64 Schlägen auftrumpfte und am Ende 277 Schläge hatte. Er teilte sich den Spot mit dem Österreicher Sepp Straka (66) und dem Südkoreaner Kim Si-woo (70). Eine internationale Mischung an der Spitze!
Nerven aus Stahl: Youngs Penalty-Drama und Comeback
Zurück zu Youngs Penalty-Drama an der Zwei: Nachdem er sich selbst gemeldet hatte, spielte er seinen Approach auf knapp vier Meter und lochte dann einen Par-Putt der Kategorie "Nerven aus Stahl", um sofort wieder im Flow zu sein.
"Das Herz rutscht dir in die Hose, wenn du siehst, wie der Ball sich bewegt", gestand Young. "Aber er hat sich bewegt, und das gehört zum Golf dazu. Niemand hätte mir da einen Penalty gegeben außer ich selbst." Und er fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Ich hatte jetzt schon etwa vier davon auf der PGA Tour, ich muss den Schläger wohl etwas sanfter ablegen. Aber wie hätte ich wegschauen sollen, wenn er sich einen Zentimeter vorwärts bewegt hat? Einfach unglücklich, aber ich habe es ziemlich gut weggesteckt." Absolut professionell!
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Birdie-Putts aus knapp vier Metern an der Drei und der Fünf. Läuft bei ihm! Am Par-Fünf-Loch Acht erreichte er das Grün mit zwei Schlägen und versenkte dann einen Birdie-Putt aus etwa einem Meter. An der Neun hatte er schon sieben Schläge Vorsprung. Game over!
Selbst ein paar Bogey-Patzer an der Elf und Dreizehn, eingerahmt von einem Birdie am Par-Fünf-Loch Zwölf, konnten ihn nicht stoppen. Den Schlussakkord setzte Young mit einem Birdie-Putt aus vier Metern am Par-Drei-Loch Fünfzehn und einem Drive aufs Grün am Par-Vier-Loch Sechzehn, um sich ein Tap-in-Birdie zu sichern. So geht Champion!


