
Sein schlechtestes Ergebnis bei einem regulären DP World Tour Event seit 2021 – Rory McIlroy lieferte bei der DP World India Championship abseits der Erwartungen und beendete das Turnier auf einem geteilten 42. Platz. Mit 4 unter Par und satten 17 Schlägen hinter Sieger Eugenio Chacarra zeigte der Top-Golfer, dass auch Legenden mal einen Rostansatz haben können, besonders nach einer längeren Pause, in der er seinen Schläger kaum angerührt hatte.
Die Runde in Indien war ein wilder Ritt: Zwei Eagles und 14 Birdies standen zehn Bogeys und zwei Doppel-Bogeys gegenüber. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der McIlroy interessanterweise komplett auf seinen Driver verzichtete. Da ging es richtig zur Sache auf dem Grün, aber leider nicht immer in die gewünschte Richtung. Immerhin beendete er die Woche mit einem Birdie.
Race to Dubai: Die Karten werden neu gemischt
Dieses Resultat hat vor allem Auswirkungen auf das Race to Dubai. Eugenio Chacarra, der sich hier den Sieg holte, klettert damit an die Spitze der Rangliste. Rory McIlroy bleibt zwar auf dem dritten Platz, aber der Abstand zu Chacarra ist mit 948 Punkten enorm. Chacarra selbst lieferte in 2026 eine Hammer-Runde nach der anderen ab, sicherte sich mit dem Triumph in Indien bereits den dritten Saisonsieg und ist damit richtig stark am Start.
Millionen-Deal und die Konsequenzen
Pikant wird die Sache durch Kevin Kisners Andeutungen, McIlroy habe für seinen Auftritt in Indien ein Antrittsgeld von 10 Millionen Dollar kassiert. McIlroy bestätigte die Summe zwar nicht, betonte aber, dass kommerzielle Faktoren und der Wunsch, Golf in Indien zu fördern, Hand in Hand gehen können. Für McIlroy geht es jetzt erstmal in die Trainingsphase, die Genesis Championship lässt er wohl aus. Sein Fokus liegt auf den finalen Playoff-Events der DP World Tour in Abu Dhabi und Dubai, wo die dicken Punkte warten. Das Ergebnis der DP World India Championship ist dabei mehr ein Weckruf für die Race to Dubai-Kampagne als ein Indikator für seine langfristige Form.


