
Billy Horschel verzichtet auf das prestigeträchtige BMW PGA Championship in Wentworth, um seinen Status auf der PGA Tour zu sichern – ein Move, der zeigt, wie knallhart das Geschäft an der Spitze ist. Der Mann, der das europäische Flaggschiff-Event zweimal gewonnen hat und als treuer US-Botschafter galt, sitzt aktuell auf Platz 100 im FedEx Cup. Das bedeutet: Ohne Punkte fliegt man raus, und Wentworth liefert eben genau diese nicht.
Anstatt auf dem legendären Kurs in England zu glänzen, tritt Horschel bei der Premiere der Biltmore Championship Asheville an. Dieses Turnier ist eines von acht Events im FedEx Cup Fall, die für Spieler wie ihn eine regelrechte Survival-Race darstellen. Hier geht es ums nackte Überleben auf der Tour, um die Spielberechtigung für die nächste Saison zu sichern.
Horschels harter Fight
Hinter dieser harten Entscheidung steckt eine schwere Saison für Horschel. Nach einer Hüft-OP im Jahr 2025, die ihn fünf Monate außer Gefecht setzte, konnte er 2026 noch keinen einzigen Top-10-Finish auf der PGA Tour einfahren. Seine Ausnahmeregelung, die er sich mit dem Sieg in der Dominikanischen Republik 2024 erspielt hatte, läuft dieses Jahr aus. Der Druck ist also immens. Auf Social Media zeigte sich Horschel sichtlich "devastated" und "upset" über das Verpassen von Wentworth und nannte es eine extrem schwierige Entscheidung.
Glanz ohne Billy Ho
Auch ohne Horschel verspricht die BMW PGA Championship ein Spektakel zu werden. Rory McIlroy ist am Start, und eine ganze Riege von Major-Champions wird das Feld schmücken. Doch Horschels Abwesenheit ist ein bitteres Sinnbild dafür, wie brutal die Herbstsaison auf der PGA Tour sein kann. Hier zählt jeder Punkt, und selbst ein zweifacher Champion muss knallharte Prioritäten setzen, um seinen Job zu behalten. Der Kampf um die Tourkarte läuft, und Horschel ist mittendrin.


