
Es gibt Runden, die bleiben unvergessen – und dann gibt es die, von denen die Legenden hinter den Kulissen munkeln. Butch Harmon, eine echte Koryphäe im Trainer-Game, hat kürzlich über die eine Runde gesprochen, die er als die beste in Tiger Woods' Karriere betrachtet. Und die fand nicht vor Millionen Zuschauern statt, sondern im Verborgenen, kurz vor einem seiner ikonischsten Siege.
Dieses unvergessliche Spektakel spielte sich ab, kurz bevor Woods zum legendären U.S. Open 2000 nach Pebble Beach aufbrach. Harmon erzählte von einer privaten Trainingssession, bei der Woods zusammen mit Adam Scott auf dem Grün stand. Der Wind peitschte mit etwa 30 mph über den Platz, da ging es richtig zur Sache.
Der geheime "Tiger-Modus"
Unter diesen brutal schwierigen Bedingungen feuerte Woods eine 63 ins Clubhaus – eine Hammer-Runde, die selbst Harmon, der schon alles gesehen hat, schockierte. Obwohl es keine offizielle Scorekarte gab und die genauen Umstände nur in Harmon's Gedächtnis existieren, war klar: Hier war etwas Außergewöhnliches am Laufen. Adam Scott, der bei diesem U.S. Open gar nicht am Start war, wurde Zeuge eines Golf-Meisters in absoluter Topform. Diese Performance war für Harmon und Tigers Team der ultimative Beweis: Auf den Löwen konnte man wetten, der holt sich den Sieg.
Was dann kam, schrieb Geschichte
Und wie es dann kam, ist Golfgeschichte. Woods triumphierte beim U.S. Open 2000 mit einem Vorsprung von satten 15 Schlägen – bis heute der größte in einem Major. Er war der einzige Spieler, der am Ende unter Par lag, mit einem beeindruckenden 12-unter Gesamtscore. Die private Session war der Vorgeschmack auf eine Dominanz, die die Golfwelt so schnell nicht wieder sehen würde. Harmon wusste schon vor dem ersten Abschlag, dass Tiger einfach auf einem Level lief, das jenseits von Gut und Böse war.


