
Will Zalatoris muss unters Messer, Spinal-Fusion im Spätherbst, und die gesamte Saison 2027 ist für ihn damit Geschichte. Es ist die knallharte Konsequenz einer Leidensgeschichte, die sich schon über vier Jahre zieht. „Ich habe vier Jahre die Hölle durchgemacht“, so sein schonungsloses Fazit – ein Statement, das tief blicken lässt in die Qualen eines Champions, der einfach nicht zur Ruhe kommt.
Das ist kein kurzes Zipperlein mehr, sondern ein echter Marathon an Operationen. Seit 2023 ist das hier bereits der dritte Eingriff am Rücken. Nach einer Mikrodiskektomie 2023 und einer künstlichen Bandscheibe 2025 folgt nun der große Wurf, den ihm sogar die PGA Tour Physios nahelegten. Sein letzter Auftritt war im April beim Valero Texas Open, wo er nach 27 Löchern bei kühlen Temperaturen ein Comeback wagte und sich prompt wieder verletzte. Ein bitterer Schlag für den ehemaligen Weltranglisten-Siebten, der mittlerweile auf Platz No. 610 abgerutscht ist.
Letzte Runde vor der Zwangspause
Bevor er sich der riskanten Prozedur in Dallas stellt, plant Zalatoris noch einen letzten Auftritt: bei der Austin Championship vom 12. bis 15. November. Ein letzter Abschlag, bevor die lange Reha-Phase beginnt. Die Saison 2026 war bereits ein Trauerspiel mit nur vier Starts und zwei geschafften Cuts, zusätzlich zu einem gerissenen Hüftlabrum.
Ein Comeback mit Fragezeichen
Die große Hoffnung ruht nun auf 2028, vielleicht über die Challenger Series der PGA Tour. Doch Zalatoris selbst tritt auf die Bremse und gibt sich vorsichtig. Bei seiner Verletzungsgeschichte kann er keinen festen Zeitplan versprechen, was die Ungewissheit nur noch verstärkt. Ein harter Kampf, der hier gerade erst in die nächste Runde geht, und wir drücken die Daumen, dass er dieses Mal das Problem final in den Griff bekommt.



