
Die PGA Tour of Australasia zockt – und gewinnt! Mit einer US-basierten Quali-Schule schickt Down Under ein klares Signal in die Golf-Welt und zieht die US-Spieler magisch an. Was wie ein wildes Experiment begann, zahlt sich beim WA Open in Westaustralien gerade richtig aus und rückt die australische Golfszene global ins Rampenlicht.
Dieser gewagte Schachzug, eine Qualifikation rund 18.000 Kilometer entfernt vom Austragungsort abzuhalten, wurde für die Saison 2025-26 eingeführt. Die Idee dahinter: Australischen und neuseeländischen Spielern neue Wege ins Ausland zu ebnen und gleichzeitig den Amerikanern eine echte Alternative zum überfüllten US-Mini-Tour-System zu bieten. Es ist eine Partnerschaft, die nach zwei Jahren richtig Fahrt aufnimmt.
Geans Märchenstunde
Ein Mann, der diese Geschichte perfekt verkörpert, ist Austin Gean aus Alabama. Er meldete sich spät an und gab offen zu, dass er "nicht einmal wusste, wo Australien überhaupt ist", bevor er die Reise antrat. Doch der Trip hat sich gelohnt: Bei seinem ersten Start auf australischem Boden, dem Kalgoorlie Event letzte Woche, holte er sich einen geteilten dritten Platz. Seine Frau Madison am Bag? Richtig stark! Geans unerwarteter Impact lässt die Tour-Offiziellen strahlen – die Amis merken, was in Australien läuft.
Das globale Grün
Aber Gean ist kein Einzelfall. Das WA Open in dieser Woche lockt ein zunehmend internationales Feld an. Mit dabei sind unter anderem der Kanadier Thomas Giroux, ein PGA Tour Americas-Sieger, Südafrikaner Oliver Bekker und der in Simbabwe geborene, in Australien ansässige Professional Dale Howie, neben weiteren US-Boys. Dieser frische Wind verleiht der Australasien-Tour mehr internationale Tiefe und Visibility. Gleichzeitig bietet sie den Besuchern kompetitive Starts, wichtige Reiseerfahrung und einen potenziellen Weg jenseits der US-Mini-Tours. Es ist ein cleverer Plan, der die glorreichen Zeiten wieder aufleben lässt, als Größen wie Gary Player, Jack Nicklaus und Arnold Palmer regelmäßig Down Under aufteeten. Ein US-Sieg beim WA Open würde diese Strategie endgültig in Stein meißeln.


