
Rory McIlroy hat eine echte Bombe platzen lassen: Er würde ausgewählte LIV-Golf-Profis zurück auf die PGA Tour holen. Diese Ansage machte der Nordire am Dienstag auf dem Bloomberg New Economy Forum in Neu-Delhi und könnte die Debatte um die Zukunft des Elite-Golfs noch einmal völlig auf den Kopf stellen. Er ist überzeugt, dass eine solche Rückkehr dem Sport und seinem Business nur guttun würde.
Die Kommentare kommen in einer Zeit, in der LIV Golf selbst am Scheideweg steht. Nach der Insolvenz nach Chapter 11 und dem Verlust der finanziellen Rückendeckung des saudi-arabischen Public Investment Fund ist die Zukunft ungewisser denn je. Zwar könnte eine "LIV 2.0" mit 300 Millionen US-Dollar von BC Partners 2027 noch an den Start gehen, doch dafür braucht es Spieler, die dort auch wirklich abschlagen. McIlroy sieht die Chancen dafür als "sehr schwierig" an, vor allem, weil immer mehr Stars signalisieren, dass sie LIV 2.0 links liegen lassen.
Stars am Scheideweg
Die Karten werden neu gemischt, doch nicht jeder will mitspielen. Jon Rahm hat bereits erklärt, dass er nicht für LIV 2.0 aufteet, nachdem er die Konditionen abgelehnt hatte. Brooks Koepka hingegen hat im Januar dieses Jahres als erster LIV-Spieler den Rückweg zur PGA Tour angetreten – allerdings mit Auflagen, die unter anderem fünf Jahre ohne Zugang zu Tour-Aktienoptionen beinhalten.
Deadline-Drama voraus
Andere Top-Golfer wie Bryson DeChambeau und Cameron Smith hatten wohl ähnliche Angebote auf dem Tisch, diese jedoch verstreichen lassen. PGA Tour CEO Brian Rolapp hat bereits durchklingen lassen, dass ein generelles Re-Entry-Programm nicht garantiert sei. Der Druck steigt: LIV-Spieler müssen sich bis zum 25. Oktober festlegen, ob sie in der umstrukturierten Liga antreten wollen. Gleichzeitig hat die DP World Tour klargemacht, dass sich potenzielle Mitglieder zwischen ihrem 2027er-Circuit und LIV 2.0 entscheiden müssen. Rorys strategischer Schachzug könnte also mehr als nur eine nette Geste sein – es ist ein klares Signal in einem undurchsichtigen Spiel.


