
Jon Rahm, der Mann, der auf dem Grün für Furore sorgt, ist felsenfest davon überzeugt: Er wird 2027 beim Ryder Cup in Irland für Team Europa am Start sein. Und das, obwohl der Stier von Barrika gerade einen dicken Beef mit der DP World Tour austrägt, bei dem es um satte Strafen für seine LIV Golf-Auftritte geht. Für uns Golfer ist klar: Rahm im Ryder Cup ist Pflicht!
Derzeit steckt Rahm tief im Schlamassel. Ihm drohen Strafen von über 2 Millionen Pfund (ca. 2,3 Millionen Euro), weil er bei LIV Golf-Events abgeschlagen hat, die mit dem DP World Tour-Kalender kollidieren. Das macht ihn aktuell unspielbar für die Tour und damit auch für den Ryder Cup. Er hat zwar seinen Einspruch gegen die Sanktionen zurückgezogen, aber ein Angebot der DP World Tour, sechs Events pro Saison zu spielen (zwei davon frei wählbar), lehnte er ab. Rahm will maximal vier Events. Eine knifflige Situation, die sich anfühlt wie ein Birdie-Putt aus drei Metern, der einfach nicht fallen will.
Deal oder kein Deal?
Acht andere LIV Golf-Spieler, darunter auch Rahms Ryder Cup-Kollege Tyrrell Hatton, haben die Strafen bereits beglichen und Deals akzeptiert, um wieder spielberechtigt zu sein. Rahm dagegen bleibt hart, aber optimistisch. Gestern, bei seiner Masters-Pressekonferenz, zeigte er sich zuversichtlich: "Wir sprechen weiter mit der DP World Tour, um eine Lösung zu finden, die für alle passt... Ich glaube daran, dass wir und die DP World Tour eine gute Lösung finden werden." Er fügte hinzu: "Ich denke, ich habe bereits Kompromisse gemacht. Es wird sich regeln."
Die Meinungen sind gespalten
Das Hin und Her um Rahms Zukunft lässt die Golfwelt nicht kalt. Rory McIlroy nannte das Angebot der DP World Tour "großzügig", während Justin Rose einen "Mittelweg" für möglich hält. Der Legende Sir Nick Faldo wird deutlich: "Wenn du dabei sein willst, zahl!" Es ist ein Kampf um Prinzipien, Geld und die Zukunft des Golfsports. Aber eines ist sicher: Ein Ryder Cup ohne Jon Rahm? Das wäre ein Schlag ins Wasser für Team Europa. Wir bleiben gespannt, ob sich die Parteien am Ende doch noch einig werden und Rahm wieder voll am Start ist.


