
Patrick Reed hat das Schweigen gebrochen und sendet ein klares Signal: Auf der DP World Tour sei er "vom ersten Tag an akzeptiert" worden. Diese Ansage ist mehr als nur ein Statement, es ist eine direkte Botschaft an all seine Ex-Kollegen von LIV Golf, die vielleicht gerade ihr nächstes Kapitel planen. Für viele könnte das der Wink sein, auf den sie gewartet haben.
Reeds LIV-Vertrag lief Ende 2025 aus, und der Masters-Champion von 2018 verzichtete auf eine Verlängerung nach vier Jahren auf dem Breakaway-Circuit. Er betont, die DP World Tour habe ihn mit offenen Armen empfangen, weil er sie stets unterstützt habe – egal, ob er auf der PGA Tour oder LIV unterwegs war. Seit 2026 ist er nun wieder voll auf der DP World Tour am Start und genießt es, an Turnieren jeder Größenordnung teilzunehmen, nicht nur an den ganz großen Nummern.
Captain America im Race to Dubai
Sportlich läuft es für Reed 2026 richtig stark. Er holte sich Siege in Dubai und Katar und führt momentan das Race to Dubai an. Zwar schmolz sein Vorsprung nach einem verpassten Cut bei der Spanish Open kürzlich etwas dahin und auch ein verletzungsbedingter Rückzug von der BMW PGA Championship warf ihn zwischenzeitlich zurück. Aber er liegt weiterhin vor Top-Spielern wie Eugenio Chacarra und Rory McIlroy in der Saisonwertung. Die Tour selbst feiert ihn als Leader.
Die Tür schließt sich bald?
Doch Reeds Versprechen kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die DP World Tour hat klipp und klar kommuniziert: Spieler, die sich 2027 dem geplanten "LIV 2.0" anschließen, werden auf ihren Turnieren nicht mehr zugelassen. Das schafft eine Zwickmühle: Reeds Weg ist eine Route zurück ins reguläre Turniergeschehen. Auf der PGA Tour hingegen wartet meist eine einjährige Sperre. Für Größen wie Jon Rahm oder Tyrrell Hatton, deren Zukunft noch in der Schwebe hängt, ist das keine leichte Entscheidung. Die Botschaft ist also eindeutig: Wer zurück auf die DP World Tour will, muss es jetzt tun – bevor die "LIV 2.0"-Welle alles verändert.


