
Jon Rahm, einst die unangefochtene Nummer eins auf vielen Golfplätzen dieser Welt, sieht sich laut aktueller Beobachtungen in einer neuen Realität. Seit seinem Wechsel zu LIV Golf ist sein Profil im Mainstream anders – weniger PGA Tour Starts, weniger Weltranglistenpunkte, weniger Gelegenheiten, sich gegen die Top-Felder zu messen. Eine neue Zeit für den spanischen Major-Champion bricht an, oder besser gesagt, ist schon da.
Zum Auftakt der PGA Championship 2026 in Aronimink zeigte Rahm jedoch, dass er sein Golf nicht verlernt hat. Mit einer 1-unter 69 startete er in das Turnier und reihte sich damit in ein rekordverdächtig großes Feld an frühen Anwärtern ein. Trotz der schwierigen Bedingungen – Wind, fester Untergrund und tückische Grüns machten es allen Golfern richtig schwer – lieferte er ab. Apropos schwierig: Der beste Score zu Par in Runde 1 war der schlechteste bei einer PGA Championship seit 2008. Da ging es richtig zur Sache!
Rahms Kampf und starke Momente
Was für eine Achterbahnfahrt für Rahm am Donnerstag! Er holte sich einen Eagle mit einem sensationellen Schlag aus dem Fairway an Bahn 11 und chippte am Par-3 der 8 zum Birdie ein. Momente, die zeigen, dass der Mann unter Major-Druck immer noch abliefern kann. Doch diese Glanzlichter stehen im Kontrast zum breiteren Bild, das die Golfwelt von ihm zeichnet. Aktuell auf Weltranglistenplatz 20 abgerutscht, scheint sich Rahm bewusst zu sein, dass sein Platz im Game nicht mehr der ist, der er mal war. Ein großer Mann auf einer kleinen Insel, wie es ein Sportjournalist treffend formulierte.
Zwischen alter Form und neuer Realität
Während Scottie Scheffler an der Spitze der PGA Championship mit einer 3-unter 67 vorpreschte und sich die Führung mit sechs anderen Golfern teilte, kämpft Rahm nicht nur gegen den Platz, sondern auch gegen den veränderten Rhythmus seiner Karriere. Die geringere Sichtbarkeit und die seltenere Konkurrenz mit den absoluten Top-Stars könnten sich langfristig auf seine Ranglistenposition auswirken. Dennoch ist klar: Bei Major-Championships bleibt Rahm ein Name, mit dem man rechnen muss. Sein Auftakt in Aronimink hat das eindrucksvoll unter Beweis gestellt.


