
Edoardo Molinari, Ryder Cup Star und jetzt wohl auch unser Mann fürs Scouting, hat sich vor dem 90. Masters in Augusta National mal so richtig in die Analyse reingefuchst. Für ihn stehen drei Namen ganz oben auf der Liste der potenziellen Siegertypen: Scottie Scheffler, Tommy Fleetwood und Collin Morikawa. Wir reden hier nicht nur über die üblichen Verdächtigen, sondern Molinari hat auch direkt die entscheidenden Löcher auf dem Gruen ausgemacht, die den Champion formen könnten.
Schauen wir uns Scheffler an, der 2026 richtig stark am Start ist. Über sechs Turniere hinweg holt er sich im Schnitt +2.54 Schläge pro Runde. Sein Kurzspiel (+0.48/Runde) und das Putting (+0.70/Runde) laufen wie geschmiert, auch wenn sein Approach-Spiel (aktuell +0.27/Runde) im Vergleich zu 2025 (+1.00) etwas Federn gelassen hat. Tommy Fleetwood legt über dieselbe Distanz +1.18 Schläge pro Runde zu, glänzt vor allem mit den Wedges (+0.27/Runde), im Kurzspiel (+0.41/Runde) und bei der Tee-Genauigkeit (+0.65/Runde). Nur das Putting (-0.22/Runde) zickt dieses Jahr noch ein bisschen.
Morikawa, der Eisen-Gott
Der Mann, der Molinari aber so richtig ins Schwärmen bringt, ist Collin Morikawa. Mit +1.95 Schlägen pro Runde in seinen bisherigen sechs Turnieren ist er der Top-Kandidat. Sein Approach-Spiel (+0.92/Runde) ist eine Macht, und selbst beim Putting hat er sich auf fast null (-0.02/Runde) verbessert. Morikawa gilt als der beste Eisen-Spieler der Welt, mit +0.91 Strokes Gained Approach pro Runde in den letzten zehn Monaten – das ist sogar noch besser als der Benchmark des Weltranglisten-Ersten (+0.82). Besonders aus der Distanz von 175-200 Yards (160-183 Meter) ist er eine Waffe, hier gewinnt er +0.24 Schläge pro Runde, fast doppelt so viel wie die Top-Fünf der Tour. Und ganz nebenbei: Das diesjährige Masters markiert auch einen Meilenstein für den finnischen Golfsport, denn es ist die erste finnische Teilnahme seit Mikko Ilonen.
Hier entscheidet sich das Masters
Molinari betont, dass bestimmte Löcher in Augusta National den Unterschied machen werden. Auch wenn die detaillierten Analysen der einzelnen Löcher noch auf sich warten lassen, ist klar: Wer hier Nerven und Technik im Griff hat, holt sich am Ende den grünen Blazer. Das wird eine Hammer-Runde!


