
Adrian Meronk liefert nach seinem Triumph bei der Alfred Dunhill Links Championship nicht nur eine weitere Trophäe ab, sondern gleich eine messerscharfe Ansage in Richtung Ryder Cup: Obsession ist für ihn kein Thema, das Team Europa liegt noch viel zu weit entfernt. Er will einfach sein Golf spielen, die Punkte kommen dann von allein – oder eben nicht. Eine Haltung, die nach seiner Geschichte mehr als nur eine Floskel ist.
Was für eine Hammer-Runde, die der Pole in St Andrews hingelegt hat! Meronk holte sich den Sieg, nachdem er einen Vier-Schläge-Rückstand wettgemacht hatte und seinen fünften DP World Tour Titel klar machte. Ein wichtiger Triumph, der ihm auch die volle DP World Tour Mitgliedschaft für 2027 sichert – eine Erleichterung, denn sein Status war vor diesem Event auf wackligen Beinen.
Die Ryder Cup-Rechnung mit Verzögerung
Der Mann weiß, wovon er spricht. Meronk war 2023 DP World Tour Spieler des Jahres und stand gefühlt mit einem Fuß im europäischen Ryder Cup Team für Rom. Doch Kapitän Luke Donald ließ ihn damals zappeln, der Traum zerplatzte, und Meronk wechselte zu LIV Golf. Er fühlte sich "super nah" am Team, doch dieses Mal soll es anders laufen. Keine Grübeleien, keine Abhängigkeit von Entscheidungen anderer.
Performance statt Pathos
Sein Sieg öffnet Türen zurück ins Team, aber Meronk spielt die Ryder Cup-Karte bewusst herunter. Es ist keine direkte Bewerbungsrede, sondern eine Botschaft: Er will sich über seine Performance qualifizieren, nicht über Emotionen oder alte Rechnungen. Die Tour-Mitgliedschaft ist gesichert, der Drive ist da – und der Ryder Cup? Der läuft dann vielleicht ganz nebenbei mit.


