
Rory McIlroy gibt offen zu, dass der brutale Riss im Profigolf, ausgelöst durch LIV Golf, ihn einige alte Weggefährten und Ryder Cup-Teammates gekostet hat. Diese ehrliche Einschätzung kam vor dem DP World Tour India Championship, wo McIlroy das ganze Drama aus seiner Sicht beleuchtete. Es geht nicht um persönlichen Zoff, sondern um die schlichte Realität unterschiedlicher Spielpläne und Qualifikationswege.
Vom Hardliner zum Vermittler
Als LIV Golf 2022 auf die Bühne stürmte, war McIlroy einer der schärfsten Kritiker, Seite an Seite mit keinem Geringeren als Tiger Woods. Beide waren am Start und sahen ihre Position und den Einfluss auf die PGA Tour in Gefahr und befürchteten eine Zersplitterung des Sports. Die Entwicklung der TGL, der technologiebasierten Liga, die er mit Woods gründete, lief parallel und verstärkte die Frustration über das Timing des LIV-Starts.
Inzwischen hat sich McIlroys Haltung jedoch gewandert. Er würde es begrüßen, wenn zumindest einige LIV-Spieler zur PGA Tour zurückkehren könnten. Für ihn stellt LIV nicht mehr die gleiche Bedrohung für die etablierten Touren dar wie noch vor vier Jahren.
🚨🏌️🪦 #NEW — 6-time major champion Rory McIlroy speaks during the Bloomberg New Economy Forum in New Delhi, casting doubt on LIV Golf surviving bankruptcy and as a potential competitor to the PGA Tour: “It’s hard… it looks like every day that goes by, there’s another player

Die Rechnung der Revolution
Seine Kommentare fallen in eine Zeit, in der LIV Golf selbst vor einer ungewissen Zukunft steht, geplagt von Berichten über finanzielle und strukturelle Schwierigkeiten – da läuft es also nicht mehr ganz so geschmeidig. Währenddessen ringen die Golf-Gremien noch immer damit, wie – oder ob überhaupt – die Abtrünnigen wieder in die Golf-Familie integriert werden können. McIlroys Worte sind ein deutliches Signal, dass der Kampf persönlich Spuren hinterlassen hat und die Teilung des Sports ihre Rechnung fordert.


