
Rory McIlroy stellt sich in aller Deutlichkeit hinter die DP World Tour und verteidigt ihre knallharte Linie gegen ein mögliches LIV 2.0-Szenario. Das Tauziehen um die Zukunft des Profi-Golfs geht in die nächste Runde, und der Nordire macht klar: Die Zeiten, in denen man auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen konnte, sind gezählt.
Die Tour hat eine klare Ansage gemacht: Wer ab 2027 bei LIV 2.0 anheuert, muss seine DP World Tour-Mitgliedschaft an den Nagel hängen. Für Spieler wie McIlroy ist das nur konsequent. Direkt aus Neu-Delhi, wo er vor der DP World India Championship am Start ist, betonte er, dass die Tour "voll in ihrem Recht" sei, ihre Regeln anzupassen und ihre kommerziellen Interessen zu schützen.
McIlroy: Gnade für Spieler, Härte für LIV 2.0
Interessant ist McIlroys Zwiespalt: Während er die strikte Haltung der DP World Tour gegenüber LIV 2.0 verteidigt, sieht er eine Rückkehr ehemaliger LIV-Spieler zu den etablierten Touren durchaus positiv. "Ihre Präsenz könnte dem Sport insgesamt guttun", so McIlroy, der einst zu den schärfsten Kritikern von LIV gehörte. Das ist eine feine, aber wichtige Unterscheidung: willkommen sind die Stars, nicht das System.
VIDEO | On the DP World Tour announcing that the players must choose between the European circuit and LIV Golf for the 2027 season, ending the ability to play both, former World No. 1 golfer Rory McIlroy said, "The leadership or the management of those membership organisations
Auf X weiterlesenRyder Cup in Gefahr?
Die Konsequenzen für die Spieler, die sich für LIV 2.0 entscheiden, könnten weitreichend sein. Nach den Regeln der DP World Tour dürfen nur Mitglieder des europäischen Circuits im Ryder Cup für Europa antreten. Eine Teilnahme an LIV 2.0 könnte also bedeuten, dass man bei diesem epischen Duell der Kontinente außen vor bleibt. Ein hohes Risiko, das sich nicht jeder leisten kann und will.

