
Marco Penge kehrt diese Woche nach Madrid zurück, um seinen Spanish Open Titel zu verteidigen – ein Turnier, das nach seinen eigenen Worten sein Leben umkrempelte und ihm die Tür zum Masters aufstieß. Die ganze Golfwelt blickt gespannt auf den Club de Campo Villa de Madrid, wo der 28-Jährige versucht, seinen größten Triumph zu wiederholen.
Letztes Jahr holte sich der Engländer nach einer packenden Aufholjagd den Sieg, als er Daniel Brown im Playoff mit einem Birdie am 18. Loch das Nachsehen gab. Mit 15 unter Par krönte er sich zum Champion und markierte damit seinen dritten DP World Tour Titel des Jahres 2025. Diese Hammer-Runde sicherte ihm nicht nur den Masters-Auftritt 2026 – ein Kindheitstraum – sondern auch den zweiten Platz im Race to Dubai 2025, direkt hinter Rory McIlroy. Eine Doppelmitgliedschaft auf der DP World Tour und PGA Tour war die logische Konsequenz.
Achterbahnfahrt der Gefühle
Doch ganz so glatt wie die Traum-Saison 2025 läuft es 2026 nicht. Krankheit und Verletzungen warfen Penge zurück, auch wenn er dieses Jahr bereits vier Top-10-Resultate verbuchen konnte. Zuletzt landete er allerdings bei der Bank of Utah Championship auf dem geteilten letzten Platz, ein Dämpfer nach einer siebenwöchigen Pause. Genau diese Achterbahnfahrt der Gefühle macht die Titelverteidigung umso spannender. Die Rückkehr an den Ort seines größten Triumphs könnte aber genau der Zündfunke sein, den der 28-Jährige jetzt braucht.
Prominenz am Abschlag, aber ein Superstar fehlt
Das Feld im Club de Campo Villa de Madrid ist gespickt mit Hochkarätern: Justin Rose, Ludvig Åberg, Shane Lowry, Sergio García, Patrick Reed – der aktuell die Race to Dubai anführt – und Bubba Watson sind am Start. Auch zehn LIV Golf Spieler mischen das Geschehen auf. Ein Wermutstropfen für die heimischen Fans: Dreifach-Champion Jon Rahm fehlt, da er die Geburt seines vierten Kindes erwartet. Trotzdem: Das internationale Teilnehmerfeld ist richtig stark und kämpft nicht nur um Ruhm, sondern auch um ein saftiges Preisgeld von 3,75 Millionen US-Dollar, wovon 625.000 US-Dollar an den Sieger gehen und 5.000 Race to Dubai Punkte ausgeschüttet werden.


