
Dustin Johnson hat sich zwischen 2022 und 2026 satte 66,3 Millionen Dollar (ca. 61,0 Millionen Euro) allein bei LIV Golf gesichert – Zahlen, die einen schwindlig machen und das Versprechen der Abtrünnigen-Tour auf ein völlig neues Level heben. Diese Summen, angetrieben durch garantierte Antrittsgelder, astronomische Preispools und Team-Boni, waren der Köder für die Elite des Golfsports. Doch was anfänglich wie ein unendliches Geldbad aussah, zeigt nun erste Risse: LIV Golf steckt in einer „Chapter 11“-Restrukturierung, und es kursieren Gerüchte über nicht ausgezahlte Millionen an Spieler.
Was steckt hinter den Millionen?
Johnson, der allein in seiner ersten LIV-Saison 2022 unglaubliche 36 Millionen Dollar (ca. 33,1 Millionen Euro) einstrich, ist dabei nur die Speerspitze. Richard Bland bestätigte kürzlich, dass Berichte über seine über 20 Millionen Dollar (ca. 18,4 Millionen Euro) LIV-Einnahmen "ungefähr richtig" seien. Diese Spieler hatten sich auf LIV eingelassen, weil die Kombination aus fetten Verträgen und gigantischen Event-Preisgeldern ein Vielfaches dessen versprach, was sie auf der DP World Tour oder PGA Tour jemals verdienen konnten.
Ein riskantes Spiel
Das finanzielle Kartenhaus scheint jetzt aber ins Wanken zu geraten. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die Liga ihren Spielern mindestens 45 Millionen Dollar (ca. 41,4 Millionen Euro) schuldet. Da wundert es kaum, dass ein Name wie Sergio Garcia angeblich aus seinem LIV-Vertrag aussteigen will. Die laufende Restrukturierung könnte sogar dazu führen, dass ausstehende Zahlungen in Anteile an der neu organisierten Liga umgewandelt werden – ein risikoreiches Investment für die Pros.
Die einst so glänzende LIV-Fassade bekommt Risse. Was als goldene Brücke für Golfer begann, die den traditionellen Touren den Rücken kehrten, könnte sich als teurer Poker herausstellen. Die finanziellen Verwicklungen zeigen, dass auch im Business-Golf nicht alles auf dem Grün bleibt, was glänzt. Die Jagd nach dem großen Geld birgt eben auch immer das Risiko eines doppelten Bogeys.



