
Leute, schnallt euch an! Das LIV Golf-Feld ist in Mexiko-Stadt am Start und es wird richtig wild. Im Club de Golf Chapultepec geht es diese Woche nicht nur ums Putten und den richtigen Schwung. Hier müssen die Pros ihre gesamten Yardage Books umschreiben, denn auf knackigen 7.864 Fuß (2.397 Meter) über dem Meeresspiegel spielt die dünne Luft die Hauptrolle. Die Bälle fliegen hier wie von der Tarantel gestochen, deutlich weiter als an der Küste. Jeder Spieler und jeder Caddie muss akribisch justieren, um das 7.443 Yards (6.749 Meter) Par-71-Layout zu meistern.
Das Feintuning beginnt sofort auf der Range. Mit Launch Monitoren werden die Distanzen für jeden Ballflug neu gemessen. Die Schätzungen sprechen von 10-18% mehr Weite in Mexiko-Stadt. Anthony Kim und sein Caddie Grant Bennett rechnen mit 13-17% Extra-Distanz pro Schlag, "je nach Entfernung und Flugbahn". Tom McKibbin nutzt seinen TrackMan und startet mit einer Meter-Angabe, legt dann nochmal fünf Prozent drauf. Er bestätigt: Das ist die höchste Lage, in der er je gespielt hat.
Höhenrausch am Abschlag
Mit rund 12% oder mehr zusätzlichem Carry beim Driver verwandeln sich solide Drives in absolute Monster – Roll auf den festen Fairways noch nicht mal mitgerechnet! McKibbins Teamkollege Caleb Surratt hat letztes Jahr auf Loch 11 in Runde 2 einen unfassbaren Drive von 487.5 Yards (446 Meter) rausgehauen – der längste in der LIV Golf Geschichte! Surratt, der sich in der Höhe wohlfühlt, betont, wie wichtig es ist, die Zahlen auf den Punkt zu bringen.
Taktik-Check: Präzision ist Trumpf
Doch Vorsicht, Golfer! Die Flugbahn ändert die effektive Weite massiv. Ein Wedge zum hinteren Pin fliegt nur 5-8% weiter, während ein Frontpin bergab, bei dem man den Ball richtig losschicken will, locker 25% mehr Distanz bringen kann. Das macht die Sache richtig tricky. Tom McKibbin gibt zu, dass 400-Yard (366 Meter) Drives schon cool sind, aber die Bäume rücken bei so viel Power auch deutlich näher. Die zweiten Schläge sind hier extrem schwer, vor allem bei bergauf- oder bergab-Lagen. Auch Sergio Garcia bestätigt: Die Flugbahn ist entscheidend, besonders bei Eisen.
Bryson DeChambeau hatte letztes Jahr hier fünf Drives von 400 Yards (366 Meter) oder mehr. Und Josele Ballester, der aktuell die LIV Golf Driving Distance anführt, will diese Marke knacken: "Mindestens sechs!" sagt er grinsend. In Chapultepec ist Weite kein Problem, aber Präzision ist Gold wert. Am Ende gewinnt der, der seine Zahlen im Griff hat, wenn es darauf ankommt.


