
Ein 21-jähriger Rookie, rohes Talent statt Veteranen-Erfahrung – Brandt Snedeker hat für sein US Presidents Cup-Team die Bombe platzen lassen und Jackson Koivun nominiert. Mit dem 21-jährigen Koivun sind gleich drei Debütanten am Start, als Snedeker am Dienstag sein finales Lineup bekannt gab.
Das mega-Event, bei dem ein Dutzend US-Golfer gegen ein Internationales Team aus dem Rest der Welt (Europa ist natürlich ausgenommen) antreten, steigt vom 24. bis 27. September im legendären Medinah Country Club nahe Chicago.
Weltnummer Eins Scottie Scheffler hatte sein Ticket bereits sicher, basierend auf seinen Saisonleistungen. Ebenfalls die automatische Qualifikation geholt haben Cameron Young, Wyndham Clark, Sam Burns, Russell Henley und Collin Morikawa. Snedeker zückte einen seiner sechs Captain’s Picks für den Weltranglisten-70. Koivun, den aktuellen Amateur-Champion, der im Juli beim 3M Open sogar Scottie Scheffler in Schach hielt und sich in seinem erst dritten PGA Tour-Event als Pro den Sieg holte. Das ist mal ein Statement!
Auch Chris Gotterup und Jacob Bridgeman feiern ihr Debüt. Die restlichen Picks von Snedeker: Patrick Cantlay, Xander Schauffele und Justin Thomas – da ist richtig Power am Start. Auffällige Absenzen gab es aber auch: Der US Open-Champion von 2025, JJ Spaun, und 2025er Ryder Cup-Pick Ben Griffin fehlen. Und klar, LIV Golf-Stars wie Bryson DeChambeau waren ohnehin nicht eligible.
Auf der Gegenseite setzt International Team-Captain Geoff Ogilvy auf seine australischen Landsmänner Adam Scott und Min Woo Lee, die ebenfalls automatisch qualifiziert waren. Ebenfalls automatisch dabei: Die südkoreanischen Stars Kim Si-woo und Tom Kim, Japans Hideki Matsuyama und der British Open-Sieger 2026, Ryan Fox aus Neuseeland. Ogilvy hat seine Picks genutzt und zwei Kanadier – Corey Connors und Nick Taylor – sowie Südafrikas Christiaan Bezuidenhout, Kolumbiens Nico Echavarria, Japans Ryo Hisatsune und Südkoreas Im Sung-jae in sein Team geholt. Eine bunte Truppe, die da am Start ist.
Ganz traditionsgemäß wird der Präsident der Gastgebernation, Donald Trump, als Ehrenvorsitzender des Turniers fungieren. „Ich freue mich darauf, dort zu sein und all diese fantastischen Athleten beider Teams zu begrüßen“, ließ Trump letztes Wochenende via Social Media wissen.
Die USA dominieren den Presidents Cup nach Strich und Faden: Sie haben die letzten 10 Ausgaben und insgesamt 13 von 15 bisherigen Titeln geholt. Eine echte Machtdemonstration! Europa ist übrigens raus, denn die Golfer vom Kontinent duellieren sich ja schon beim altehrwürdigen und traditionell heiß umkämpften Ryder Cup mit den Amis. Die Formate beider Wettbewerbe ähneln sich weitestgehend – Matchplay in verschiedenen Facetten. Der Presidents Cup läuft allerdings über vier Tage, während der Ryder Cup "nur" drei Tage Gas gibt.


