
Es muss schon einiges passieren, damit ein LPGA Commissioner eine Spielerin als den „Tiger Woods“ des Frauengolfs adelt – und genau das hat Craig Kessler getan, um Nelly Korda zu beschreiben. Es geht dabei weniger um Kordas Titelhamster-Qualitäten, sondern vielmehr um ihren unbezahlbaren Wert als Zugpferd, das Fans mobilisiert und die Tour wachsen lässt, weit über das Gruen hinaus.
Kessler hat diesen Vergleich nicht leichtfertig gezogen. Nach ihrem Triumph bei der U.S. Women’s Open im Juni packte Korda direkt die Koffer und jettete nach New York, um dort in hochkarätigen Shows wie CNBC und der Today Show das Feuer für den Sport zu entfachen. Diese Bereitschaft, unmittelbar nach einem Major-Sieg Vollgas für die Promo zu geben, zeigt, dass sie das große Ganze im Blick hat. Auch nach bitteren Playoff-Niederlagen oder späten Rückschlägen steht sie Rede und Antwort, schafft Nahbarkeit und Bindung, wie es nur die ganz Großen können. Kessler beschreibt sie als "totalen Superstar" – und er muss es wissen.
Queen Korda: Nicht nur auf dem Gruen eine Macht
Aktuell thront Nelly Korda als Nummer eins der Welt und amtierende U.S. Women’s Open Championesse. Vier Siege hat sie 2026 schon eingefahren, darunter neben der U.S. Women’s Open auch die prestigeträchtige Chevron Championship. Ihre Performance ist richtig stark, sie hat das Momentum ganz klar auf ihrer Seite.
WTGL: Korda mit klarer Kante
Doch Korda ist nicht nur auf dem Platz eine Erscheinung. In der neuen WTGL Indoor League, die gerade ihre Premiere feiert, ist sie zwar nicht am Start, aber ihre Meinung dazu ist glasklar: Die strikte Trennung von Herren- und Damen-Wettbewerben bezeichnete sie als "riesigen und unglaublichen Fehltritt". Selbst Rose Zhang fordert schon lautstark ihre Aufnahme für die zweite Saison. Eine echte Größe zeigt nicht nur ihr bestes Golf, sondern auch Haltung – genau wie Tiger damals.


