
Was für ein Paukenschlag, der die Golfwelt heute Morgen erreicht hat: Jon Rahm verlässt LIV Golf und lässt dabei mehr als 100 Millionen Dollar auf dem Tisch liegen. Diese spektakuläre Trennung, die am Mittwoch, den 14. Oktober, vereinbart wurde, ist nicht nur ein Schock für die Fans, sondern vor allem ein Fingerzeig für die Zukunft des Profigolfs. Rahm macht einen „complete economic walk-away“ und verzichtet auf sämtliche finanzielle Ansprüche, um seine Namens-, Bild- und Markenrechte zurückzugewinnen und wieder auf anderen Touren spielen zu können. Ein Deal, der noch die Zustimmung eines US-Bankruptcy Richters am 5. November braucht, aber schon jetzt die Schlagzeilen dominiert.
Ein Poker um Millionen
Es geht um Summen, die kaum zu fassen sind. Ursprünglich unterschrieb Rahm im Dezember 2023 einen Multijahresvertrag über kolportierte 300 Millionen Dollar bei LIV. Nun verzichtet er auf über 100 Millionen Dollar, die ihm noch zugestanden hätten – ein heftiger Preis für die Freiheit. Er lässt offene Gebühren, Boni und Preisgelder sausen, nur um wieder Herr über seine eigene Karriere zu sein. Insider sprechen von einem cleveren Schachzug in der laufenden Insolvenz von LIV Golf, die sich momentan im Chapter 11 befindet, nachdem Saudi-Arabien seine Finanzierung zurückgezogen hat.
Freie Bahn für Rahmbo?
Mit diesem Schritt sind Rahms LIV-Verträge hinfällig. Er kann endlich wieder die Tour spielen, die er will – ein potenzielles Comeback auf der PGA Tour ist die logische Folge, auch wenn noch keine offizielle Ankündigung kam. Sein erster Auftritt nach dem LIV-Aus soll schon nächsten Monat bei der Abu Dhabi Championship auf der DP World Tour sein. Die Entscheidung kam, nachdem Rahm die Konditionen des sogenannten „LIV 2.0“-Modells als inakzeptabel bewertet hatte.
Die Auswirkungen sind massiv: Während LIV eine Frist bis zum 25. Oktober für andere Spieler hat, ob sie bleiben wollen, und bereits 19 Spielerverträge gekündigt wurden, ist Rahms Abgang ein echtes Beben. Er ist ein herber Verlust für LIV und ein Lackmustest dafür, ob die Liga ohne ihren prominentesten Neuzugang eine Zukunft hat.



