
Jon Rahms Abschied von LIV Golf kommt mit einer ordentlichen Überraschung: Seine geliebte „Legion XIII“ darf er nicht einfach so mit zur TGL oder einer anderen Tour schleppen, zumindest nicht, wenn es nach den Bedingungen seines frisch verhandelten Ausstiegs geht. Die Klausel besagt, dass er den Teamnamen nicht in einer Art und Weise nutzen darf, die eine fortlaufende Verbindung zu LIV Golf suggeriert – eine kleine, aber feine Fessel für den spanischen Superstar.
Dieser Schritt ist ein kompletter „Economic Walk-Away“, denn Rahm verzichtet auf alle finanziellen Ansprüche gegenüber LIV Golf, inklusive restlicher Vertragszahlungen, Boni und Preisgelder. Berichten zufolge hätte ihm LIV im Rahmen der Insolvenz noch rund 7,5 Millionen US-Dollar (6,86 Millionen Euro) zugestanden, die er nun aufgibt. Dazu kommt der Verzicht auf seine Anteile an Legion XIII, doch im Gegenzug erhält er seine exklusiven Namens-, Bild- und Lizenzrechte zurück, samt der Marke „Rahmbo“ und der eigentlichen „Legion XIII“-Bezeichnung – die Nutzung ist eben nur stark reglementiert.
Der Weg ist frei – aber wohin?
Ohne weitere Verpflichtungen gegenüber LIV Golf hat Jon Rahm jetzt freie Bahn. Das Abkommen ermöglicht es ihm, sich jeder anderen Tour, Liga oder jedem Sponsor ohne die Zustimmung von LIV anzuschließen. Das ist ein Game Changer und öffnet die Tür für eine mögliche Rückkehr zur PGA Tour im Jahr 2027, die seine Vertreter zuvor ausgeschlossen hatten, sollte LIV 2.0 mit inakzeptablen Bedingungen an den Start gehen.
Der finale Putt zum Deal
Trotz der neuen Freiheit muss das Trennungsabkommen noch von US-Konkursrichter Michael B. abgesegnet werden. Erst dann ist der Deal wirklich in trockenen Tüchern und Jon Rahm kann seinen nächsten Abschlag auf welchem Grün auch immer mit voller Konzentration in Angriff nehmen. Eines ist sicher: Das Drama rund um die Touren und Rahms Zukunft ist noch lange nicht vorbei.






