
Als das Licht über dem Delhi Golf Club endgültig die Segel strich, teilten sich Angel Hidalgo, Joost Luiten, Adrian Meronk und Thomas Detry die Spitze der DP World India Championship – alle bei brachialen acht unter Par. Ein echtes Spitzenduell bahnt sich an, denn nach den Wetterkapriolen, die den Freitag zum Marathon-Tag machten, steht das Feld unter Hochspannung. Diese Konstellation verspricht ein nervenaufreibendes Finale auf einem der intensivsten Plätze der Tour.
Adrian Meronk, der sich kürzlich die Alfred Dunhill Links Championship holte, zeigte, dass seine Form richtig stark ist und legte eine 67-69 (insgesamt 136) auf das Grün. Er hatte die Führung zwischenzeitlich allein inne, musste aber am neunten Loch seinen einzigen Schlagverlust der Woche hinnehmen – ein echtes Drama in Anbetracht der engen Spitze. Angel Hidalgo, der frisch von einem zweiten Platz bei der FedEx Open de France kommt und sich damit sein Ticket für die DP World Tour Play-Offs gesichert hat, zog mit zwei 68er Runden (ebenfalls 136) gleich. Joost Luiten, der nach der sturmbedingten Verzögerung am Donnerstag sage und schreibe 34 Löcher am Freitag spielte, legte ebenfalls Back-to-back 68er auf den Platz. Thomas Detry erreichte die acht unter Par nach drei Birdies auf seinen ersten sechs Löchern der zweiten Runde, aber seine Runde wurde nach sieben gespielten Löchern gestoppt und bleibt vorläufig.
Jagd auf die Spitze
Direkt hinter dem Spitzenquartett lauert ein Verfolgerfeld, das nur einen Schlag Rückstand hat. Eddie Pepperell, Todd Clements und Eugenio López-Chacarra stehen bei sieben unter Par am Start, wobei López-Chacarra noch einige Löcher zu spielen hat. Für ihn geht es um mehr als nur den Turniersieg; er jagt auch einen Top-Platz im Race to Dubai, was der Sache zusätzliche Würze verleiht. Auch die lokalen Helden sind am Start: Om Prakash Chouhan ist als führender Inder vorläufig bei vier unter Par positioniert, während Anirban Lahiri mit 70-73 sicher den Cut geschafft hat.
Chaos und Kurs
Das enge Leaderboard und die zerrissenen Runden sind kein Zufall, sondern direkte Folge des Wetterdramas. Donnerstags legten schwere Gewitter und sintflutartiger Regen den Spielbetrieb fast fünf Stunden lang lahm. Das 6.912 Yards (6.320 Meter) lange Par-72 Layout des Delhi Golf Clubs wurde so zu einer echten Herausforderung, die den Spielern alles abverlangte und das Feld mächtig durcheinanderwirbelte. Das sorgt für eine packende Ausgangssituation, die wir natürlich für euch im Auge behalten.


