
Golfer, aufgepasst! Das Masters steht vor der Tür und ein Name flüstert lauter durch die Pinien als jeder andere: Bryson DeChambeau. Der "Mad Scientist" ist richtig heiß und die Sterne scheinen sich für ihn in Augusta auszurichten.
Er ist top in Form, hat sich die letzten beiden LIV Golf-Turniere im Playoff geholt – zum ersten Mal seit 2018 zwei Siege in Folge! DeChambeau spricht von seiner "Sphere of Dominance", in der er sein Spiel komplett kontrolliert. Erinnern wir uns an seine unfassbare 61-58 (21 unter) im Finale bei LIV Golf Greenbrier? Er sagt selbst, sein Spiel sei so scharf wie selten zuvor, ja sogar besser als bei seinem zweiten U.S. Open-Sieg. Er jagt das Gefühl von damals, als er die 58 schoss – "wie ein Videospiel".
Der Masters-Code geknackt?
Die Zahlen lügen nicht: Letztes Jahr schnappte er sich Platz fünf, sein bestes Masters-Resultat überhaupt. Davor führte er nach Runde eins mit einer 7-unter 65, war nach 36 Löchern Co-Leader und belegte schließlich den sechsten Platz. Er beginnt, Augusta National zu lesen wie kaum ein anderer. Und dann erst das Alter! Wenn am Sonntag das Green Jacket vergeben wird, ist Bryson 32 Jahre und 208 Tage alt. Der Durchschnitt der bisherigen 89 Sieger? 32 Jahre und 192 Tage. Zufall? Wir wissen es nicht, aber es ist verdammt nah dran! Tatsächlich kommt kein anderer Spieler im 91-köpfigen Feld dieser durchschnittlichen Altersmarke näher.
Trotzdem ist Augusta National eine Laune für sich. Ein Baum, der am 585-Yard Par 5 der zweiten Spielbahn plötzlich anders steht, ein Windstoß oder ein ungünstiger Bounce – alles kann alles ändern. Bryson feilt unermüdlich an seinem Spiel, speziell den Eisen und Wedges, die ihm hier oft Kopfzerbrechen bereiteten. Er legt jetzt am 350-Yard Par 4 der dritten Spielbahn auf, statt die Bunker zu carryn. Bei seinem Sieg über Jon Rahm bei LIV Golf South Africa testete er sogar selbst gebaute Wedges. Equipment-Fuchs!
Karma und die nackten Zahlen
Apropos Karma: Letzte Woche tröstete er die 17-jährige Asterisk Talley nach deren Dramatik beim Augusta National Women’s Amateur – ein echtes Gentleman-Move. Er sagte ihr, dass das Ergebnis sie nicht definieren würde, genauso wenig wie sein eigenes Ergebnis vom Vorjahr – eine Schlussrunde von 3-over 75 in Augusta National – ihn definieren würde. Diese Empathie, gepaart mit den Emotionen und dem Support, die ihn in Südafrika zu zwei Siegen trugen, könnte genau das sein, was er diese Woche braucht. Und noch ein Omen? Sein Caddie Greg Bodine trägt die Bib-Nummer 12 – eine der erfolgreichsten Nummern in der Masters-Historie! Letztes Jahr war es die 89... Wir sind gespannt.


