
Ein Birdie-Putt aus rund 9 Metern auf der 18 – Joe Dean hat sich mit diesem Statement auf dem Grün der Spanish Open die geteilte Führung geschnappt und damit den Traumstart in den Finaltag in Madrid gesichert. Was für eine Achterbahnfahrt für den Engländer, der nach einer 65er-Runde nun bei 13 unter Par steht und diesen Spitzenplatz mit dem Schotten Grant Forrest teilt. Das ist pure Dramatik, bevor der Sonntag überhaupt begonnen hat.
Dean, der in dieser Woche richtig heiß am Start ist, hatte seine Runde eigentlich fest im Griff: Acht Birdies auf den ersten 15 Löchern ließen ihn kurzzeitig sogar auf 16 unter Par schweben. Doch dann kam der Horror-Doppelschlag an der 16 mit einem Doppelbogey und direkt danach ein Bogey an der 17. Das sah nach einem herben Rückschlag aus, doch Dean bewies Nervenstärke, als er den entscheidenden Putt auf dem letzten Loch einlochte, um die Parität wiederherzustellen.
Nerven aus Stahl oder kühle Präzision?
Während Dean das Feld von hinten aufrollte, zeigte Grant Forrest, der als Führender in den Tag startete, ebenfalls richtig starke Nerven. Mit einer 67 hielt er sich schadlos und machte seinerseits wichtige Birdies an der 11, 14 und 16. Er teilt sich die Spitze ebenfalls bei 13 unter Par. Dieser Showdown am Sonntag zwischen den beiden verspricht ein echtes Highlight zu werden. Forrest könnte sich einen Wire-to-Wire-Sieg holen, während Dean auf den zweiten Triumph seiner Karriere in dieser Saison abzielt.
Das Verfolgerfeld lauert
Hinter den beiden Führenden ist das Feld dicht gedrängt und verspricht weitere Spannung. Joel Girrbach, Victor Perez und Jacob Skov Olesen liegen mit 12 unter Par nur einen einzigen Schlag zurück und lauern auf ihre Chance. Auch sie haben mit starken Runden von 65er-Scores gezeigt, dass sie in Topform sind. Der spanische Lokalmatador Ángel Ayora liegt nach einer 66er-Runde mit 10 unter Par drei Schläge hinter der Spitze – der Traum vom Heimsieg lebt! Die Finalrunde der Spanish Open wird ein echter Kracher.


