
„Es ist alles, was auf dem Spiel steht, was mich am Laufen hält!“ – dieses knallharte Statement von David Law (35) sagt alles über den erbarmungslosen Kampf, den viele Golfer auf der DP World Tour austragen. Der Schotte ist diese Woche bei der Open de España am Start, seine neunte Turnierwoche in Folge. Die körperlichen Strapazen sind immens, doch die Existenzangst ist ein starker Motor, um nicht die Tour-Karte zu verlieren.
Am Limit auf dem Grün
Sein Start bei der Open de España war dafür umso dramatischer. Law eröffnete mit einer 72er-Runde (Eins über Par). Dabei glänzte er zwischenzeitlich mit einem Chip-in-Eagle an einem Par 5. Doch die letzten fünf Löcher zeigten, wie dünn die Nerven sind: Drei Schläge gingen verloren. Diese Achterbahnfahrt unterstreicht den Druck, unter dem er steht.
Laws jüngste Form reichte, um sich für das mit 3,75 Millionen Dollar dotierte Event zu qualifizieren. Auch für die DP World India World Tour Championship in der nächsten Woche ist er gesetzt. Das Saisonfinale, die Genesis Championship in Korea, ist allerdings noch unsicher – eine weitere Hürde im nervenaufreibenden Rennen.
Alles auf der Kippe
Das Bild ist also ermutigend, aber extrem fragil. Law ist zwar in den Top 100, aber sein prall gefüllter Spielplan und der knappe Vorsprung lassen keinen Raum für Fehler. Es geht nicht mehr um die Motivation, sondern darum, ob der Körper die finale Crunchtime noch mitmacht. Ein echter Kampf am Rande der Erschöpfung für die Jungs auf dem Grün.


