
Steven Fisk hat bei den VidantaWorld Mexico Open ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem T2-Finish an die Spitze gekämpft. Eine Performance, die den Golf-Kosmos definitiv aufhorchen lässt. Von einer T2-Platzierung redet man nicht alle Tage, besonders nicht mit einem Score von satten -20 Schlägen. Das ist nicht nur richtig stark, das ist eine Ansage in Richtung der etablierten Größen.
Wo die Schläge auf dem Konto landeten: Stärken im Detail
Wer so weit oben mitspielt, hat abgeliefert – keine Frage. Steven Fisk hat im Verlauf des Turniers in mehreren Bereichen massiv Schläge gutgemacht. Besonders das Putting war überragend und der absolute Gamechanger, mit einem Turnier-SG von +1.08 Schlägen pro Runde. Zum Vergleich: Seine 24-Monats-Baseline liegt hier bei mageren +0.06. Das ist ein Sprung, der Bälle rollen lässt und die Konkurrenz nervös macht.
Auch das Spiel vom Abschlag war ein echtes Fundament für seinen Erfolg. Mit +0.95 SG vom Tee pro Runde spielte Fisk hier weit über seiner 24-Monats-Baseline von +0.33. Diese konsistente Power vom Abschlag hat ihm immer wieder gute Positionen für den nächsten Schlag ermöglicht.
Ebenfalls ein starker Pfeiler war das Approach-Spiel. Mit +0.95 SG pro Runde hat Fisk hier seine 24-Monats-Baseline von -0.08 pulverisiert. Er hat die Bälle präzise auf die Grüns gebracht und sich so unzählige Birdie-Chancen erarbeitet. Kombiniert man Off-the-Tee und Approach, ergibt das ein T2G (Tee-to-Green) von beeindruckenden +1.79 SG pro Runde für das Turnier – ein Beweis für die solide Arbeit, die er da draußen abgeliefert hat.
Wo noch Luft nach oben ist: Der Blick auf die Schwächen
Bei so einer Top-Performance ist es manchmal schwierig, von Schwächen zu sprechen. Doch die Daten lügen nicht. Ein Bereich, in dem Steven Fisk über das Turnier hinweg Schläge verloren hat, ist das Around-the-Green-Spiel. Mit -0.11 SG pro Runde lag er hier knapp unter der 24-Monats-Baseline von +0.02. Das mag auf den ersten Blick marginal wirken, aber in einem Feld, wo jeder Schlag zählt, sind das die kleinen Details, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Hier liegt Potenzial für die Zukunft, um die kurzen Pitches und Chips noch sicherer zu machen.
Die Runden im Detail: Von Solide zu Sensationell
Fisk startete mit einer soliden -4 ins Turnier, legte eine -5 in Runde 2 nach und hielt sich mit einer -3 in Runde 3 stabil im Rennen. Doch was dann in Runde 4 kam, war eine echte Ansage: Eine absolute Hammer-Runde von -8! In dieser Schlussrunde zeigte Fisk sein ganzes Können. Sein Putting explodierte förmlich auf unglaubliche +2.82 SG, während er gleichzeitig Off-the-Tee mit +1.21 SG weiter glänzte. Das war der Sprint ins Ziel, der ihm den T2 sicherte. Allein in dieser letzten Runde spielte er +5.08 Schläge besser als der Feldschnitt – da ging es richtig zur Sache auf dem Grün!
Hier der SG-Vergleich des Turniers und der finalen Runde im Kontext seiner 24-Monats-Baseline:
| Kategorie | Turnier-SG (Ø/Runde) | R4-SG | 24-Monats-Baseline |
|---|---|---|---|
| Total | +2.87 | +5.38 | +0.33 |
| Off-the-Tee | +0.95 | +1.21 | +0.33 |
| Approach | +0.95 | +0.25 | -0.08 |
| Around-the-Green | -0.11 | +1.10 | +0.02 |
| Putting | +1.08 | +2.82 | +0.06 |
| Tee-to-Green | +1.79 | +2.56 | (nicht explizit verfügbar) |
Besonders auffällig: Während das Approach-Spiel über das Turnier hinweg richtig stark war (+0.95 SG), fiel es in der Schlussrunde auf +0.25 SG ab. Dass er trotzdem eine -8er-Runde abfeuern konnte, zeigt, wie phänomenal sein Putting und sein Around-the-Green-Spiel (von -0.11 auf +1.10 SG!) in Runde 4 waren. Da hat er aus jeder Lage noch was rausgeholt.
Saisonkontext: Auf dem Sprung nach ganz oben?
Mit diesem T2-Ergebnis bei den VidantaWorld Mexico Open hat Steven Fisk seine Position im Profigolf klar verbessert. Sein OWGR-Ranking von #80 und der DG-Rank von #165 spiegeln sein Talent wider, aber so ein Resultat katapultiert einen Spieler in ganz andere Sphären. Sein Skill Estimate von -0.00 zeigt, dass er auf dem Papier als Baseline-Spieler eingestuft wurde – dieses Turnier dürfte diesen Wert massiv nach oben korrigieren.
Nach Platz 66 beim Baycurrent Classic ist das ein gewaltiger Sprung nach vorne, der ihm nicht nur ein ordentliches Preisgeld einbringt, sondern auch wichtige Punkte für die Tour Card und das Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. Steven Fisk ist am Start – und wer ihn jetzt noch nicht auf dem Zettel hatte, sollte das schnell ändern. Die Performance in Mexiko war mehr als nur ein gutes Ergebnis; es war ein Fingerzeig, dass hier ein Spieler bereit ist, die nächste Stufe zu zünden.


