
Leute, aufgepasst! Es gibt diese Geschichten, die schreibt nur der Golfsport. Und eine davon liefert uns gerade LPGA-Rookie Camille Boyd ab. Nach drei verpassten Cuts in ihren ersten Starts hat die 23-jährige Absolventin der University of Washington beim JM Eagle LA Championship presented by Plastpro im El Caballero Country Club in Los Angeles mal eben einen T-5-Finish hingelegt. Was für ein Comeback, das ist mal richtig stark!
Die Wende kam nicht von ungefähr. Boyd hat in dieser Saison ordentlich am Schwung gefeilt, besonders bei ihren Wedges und beim Green-Reading. Das zahlt sich aus: Ihr Strokes Gained: Putting ist von -0.42 auf satte +0.88 geschnellt, und die Proximity von 50-100 Yards (46-91 Meter) verbesserte sich von 18.3 feet (5.58 Meter) auf 11.7 feet (3.57 Meter). Das bedeutet: Sie war in den letzten fünf Runden Top-10 auf der Tour in dieser Kategorie. Wenn das mal nicht nach Rhythmuserholung klingt!
Vom Rookie zum Überflieger?
Ihre aktuellen Stats lassen die Konkurrenz alt aussehen. Mit einem Scoring Average von 69.8 lässt sie den LPGA-Rookie-Durchschnitt (72.1) locker hinter sich. Auch beim Scrambling (78.6%) und den geschlagenen Fairways (61.5%) ist sie deutlich besser als der Durchschnitt. Der T-5 ist bereits ihr zweites Top-10-Ergebnis in ihren noch jungen Karriere. Da läuft was, Golfer! Das ist nicht nur ein "Finding her rhythm", das ist eine klare Ansage in Richtung Rookie of the Year-Titel.
Der Westküsten-Vorteil
Das JM Eagle LA Championship, das mit einem Preisgeld von $3.75M (500 CME Punkte) lockte, war mit 144 Spielerinnen, darunter 24 Rookies und die Titelverteidigerin Ingrid Lindblad, top besetzt. Boyd zeigte Nervenstärke, zum Beispiel mit einem Birdie an der 17 in Runde 1. Übrigens: Chizzy Iwai legte eine 63er-Runde hin und Yu Liu gelang ein Hole-in-one. Die Westküsten-Plätze verlangen Präzision, und genau da scheint Camille Boyd ihre Stärke gefunden zu haben. Wir sind gespannt, was sie uns in dieser Saison noch alles auftischt.


