
Es ist der Stoff, aus dem Golf-Märchen gemacht sind: Barend Botha kämpft bei der Korn Ferry Tour Championship nach 36 Löchern nicht nur um den Titel, sondern um seine ganz persönliche Revanche – und das Ticket für die PGA Tour. Eine Wiederholung des vergangenen Jahres, wo der Traum so knapp scheiterte, soll diesmal mit einem Triumph enden. Das Potenzial für eine epische Redemption Story liegt in der Luft.
Mit einer Hammer-Runde von 65 Schlägen am zweiten Tag schob sich Botha auf beeindruckende 12 unter Par und liegt damit auf einem geteilten zweiten Platz. Gemeinsam mit Austin Hitt und Ian Holt jagt er den Führenden Blades Brown. Botha ist aktuell die Nummer 38 der Korn Ferry Tour Points List und muss mindestens solo-Zweiter werden, um überhaupt eine Chance auf die heiß begehrte PGA Tour Card für 2027 zu haben. Ein Sieg würde alle Zweifel ausräumen.
Déjà-vu oder Durchbruch?
Dieses Szenario kommt Golfern, die die Tour verfolgen, schmerzlich bekannt vor: Bereits bei der Korn Ferry Tour Championship 2025 landete Botha auf einem Solo-zweiten Platz. Damals hätte jedoch nur ein Sieg das Ticket für die PGA Tour 2026 bedeutet. Das ist jetzt seine Chance, die Geister der Vergangenheit zu vertreiben.
An der Spitze des Feldes thront momentan Blades Brown, der mit einer spektakulären 10 unter Par Runde – einer 61, inklusive zweier Eagles in Folge und fünf abschließenden Birdies – auf 13 unter Par vorpreschte. Botha muss also nicht nur sein eigenes Spiel halten, sondern auch Browns Tempo mitgehen.
Nervenkrieg auf den letzten Löchern
Die kommenden 36 Löcher werden zum absoluten Nervenkrieg. Ein dicht gedrängtes Feld lauert auf Patzer, und die Vergabe der restlichen PGA Tour Cards für 2027 an die Top 20 der finalen Rangliste sorgt für maximale Dramatik. Für Botha ist es jetzt "all in" – ob sich die Story von der fast geglückten Revanche doch noch in einen echten Durchbruch verwandelt, sehen wir am Wochenende.


