
Meronk zieht den Stecker? LIV Golf taumelt nach Rahm-Exit ins Ungewisse
Das hätte LIV Golf so gar nicht gebrauchen können: Kaum hat sich Jon Rahm von der Tour verabschiedet, steht Adrian Meronk angeblich schon auf der Absprungrampe. Ein aktueller Bericht legt nahe, dass der polnische Superstar seine Zelte bei LIV abbrechen will, anstatt beim geplanten LIV 2.0 im Jahr 2027 mitzuspielen. Dieser doppelte Paukenschlag könnte das ohnehin schon fragile Kartenhaus der saudisch finanzierten Liga endgültig zum Wanken bringen.
Doppelte Demontage
Jon Rahm, der für geschätzte 300 Millionen Dollar zu LIV wechselte, hatte seine Kündigung ja bereits durch seinen Anwalt bestätigen lassen. Die Konditionen für LIV 2.0 fand der Spanier schlichtweg inakzeptabel – eine Ohrfeige für die Liga. Hinzu kommt das Mammut-Problem der Chapter-11-Insolvenz, die LIV Golf bereits am 8. September angemeldet hat. Berichte, wonach der saudische Public Investment Fund die Finanzierung ab 2027 einstellen will, malen ein düsteres Bild. Die Liga muss ihre Finanzen und Strukturen dringend neu aufstellen, bevor die nächste Saison überhaupt ansteht.
Showdown am Horizont
Das Abspringen zweier Kaliber wie Rahm und potenziell Meronk – der für rund 10 Millionen Dollar an Bord geholt wurde – ist ein herber Schlag für die Glaubwürdigkeit von LIV Golf. Gerade jetzt, wo die Liga dringend grünes Licht von Gerichten und neue Finanzierungen braucht, um überhaupt eine Zukunft zu haben. Noch ist Meronks Abgang nicht offiziell, und Rahms Rückkehrziel nicht final bestätigt. Doch der 15. Oktober, Rahms angepeilter Trennungstermin, und eine weitere Insolvenz-Anhörung im November werden zeigen, ob LIV dem Druck standhält oder endgültig im Bunker landet.



