
Andrew Bailey hat sich den Titel bei der U.S. Mid-Amateur Championship 2026 geschnappt und damit ein Match-Play-Drama gegen Nate Smith mit 5 und 4 für sich entschieden – ein Duell, das exemplarisch für den Wandel im Amateur-Golf steht, denn hier kämpften zwei Ex-Profis um die Krone. Auf dem anspruchsvollen Lido Course des Sand Valley Resorts in Wisconsin lieferten sich die beiden einen Fight, der bis zum Schluss für Gänsehautmomente sorgte und das Grün zum Hexenkessel machte.
Bailey, 34 Jahre alt und aus Cleveland, hatte 2014 den Sprung ins Profigeschäft gewagt, spielte unter anderem auf der Korn Ferry Tour und PGA Tour Americas, bevor er seinen Amateurstatus zurückerlangte. Seitdem läuft es bei ihm richtig stark, wie seine Siege beim Ohio Amateur 2024 und 2025 beweisen. Sein Kontrahent Nate Smith, 43 und mittlerweile Hausbauer in Idaho, kehrte 2022 ins Amateur-Lager zurück, nachdem er 2013 zuletzt professionell auf dem Platz stand.
Die Schlacht der Ex-Pros
Das 36-Loch-Finale am Donnerstag, den 1. Oktober, war ein echter Krimi. Smith lag nach 14 Löchern noch mit 2 auf in Führung, doch Bailey drehte im Anschluss so richtig auf. Mit Back-to-Back-Birdies an den Löchern 17 und 18 der ersten 18 Bahnen legte er den Grundstein für sein Comeback und setzte sich in der Nachmittagssession entscheidend ab, bevor das Match bereits am 32. Loch entschieden war. Eine echte Hammer-Runde, die er da aufs Grün gezaubert hat!
Der Weg nach Pebble Beach
Der Sieg ist nicht nur ein Prestige-Erfolg, sondern auch das heiß begehrte Ticket für die 2027 U.S. Open im legendären Pebble Beach Golf Links. Diese Entwicklung, dass ehemalige Tour-Pros immer häufiger die Mid-Amateur Championships dominieren, sorgt jedoch für ordentlich Gesprächsstoff. Nate Smith selbst hatte erwähnt, dass sein Amateurstatus von der USGA "innerhalb von drei Tagen" wiederhergestellt wurde – ein Detail, das die Debatte um die Schnelligkeit der Statusänderung weiter anheizt und die Frage aufwirft, ob die Mid-Amateur für langjährige Amateure gedacht ist oder zum Spielfeld für zurückkehrende Profis wird.



